Armut und Hunger sind in Brasilien wieder allgegenwärtig.
Auch das ist eine Botschaft in einem Land, in dem die katholische Kirche und evangelikale Gruppen einen Machtkampf austragen – und in der vor allem die Katholiken für den sozialen Einsatz stehen. Die Armutsrate ist in Brasilien durch die Pandemie noch einmal gestiegen, Armut und Hunger sind in dem südamerikanischen Land wieder allgegenwärtig.
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Traditionell beginnen in Rio de Janeiro die Sambaschulen der zweiten Ligen die Woche mit ihren Auftritten. Im Fokus stehen am Freitag und Samstag dann die großen traditionellen Schulen aus der Grupo Especial, der ersten Liga. Karneval in Rio de Janeiro ist eben auch eine Meisterschaft mit Auf- und Abstieg. Dann wird das Sambodromo ausverkauft sein.
Am Eröffnungstag musste sich der Karneval mit ungewollter Konkurrenz auseinandersetzen, die es so in einer normalen Karnevalswoche nicht gegeben hätte. Der Fußballklassiker zwischen Rios Kultclub Flamengo und Palmeiras aus São Paulo lockte 50 000 Zuschauer ins Maracanã-Stadion. Am Wochenende aber gehört der größten Party der Welt – wie die Brasilianer sagen – die gesamte Aufmerksamkeit.
Viele Covid-Tote in Brasilien
Impfungen
Die Coronapandemie hatte im Februar 2020 Brasilien noch nicht erreicht, erst nach den Karnevalstagen hatte das Virus das größte südamerikanische Land fest im Griff. Geschätzt 700 000 Menschen starben in den vergangenen zwei Jahren, rund 80 Prozent der Bevölkerung sind mindestens einmal geimpft.
Verschiebung
2021 wurde der Karneval komplett abgesagt, 2022 verschoben. Der Straßenkarneval in São Paulo soll in diesem Jahr im Juli nachgeholt werden.