Hans Holland-Moritz will über Porzellan nicht mehr viel erzählen. Braucht er auch nicht, denn die Gäste am vergangenen Montag in seinem Werk kennen sich mit Porzellan bestens aus. Es sind ehemalige Porzelliner von Henneberg-Porzellan, zu denen der Betrieb von Hans Holland-Moritz nach der Verstaatlichung auch gehörte. Nach der Wende erhielt er diesen zurück. Was von dem noch übrig geblieben ist, zeigt der Fachmann gern. In dieser Abteilung sind es die Dekorationsbilder für die Porzellane, die einst in Leipzig hergestellt wurden, dessen Betrieb es aber nicht mehr gibt. Es sind Formen, in denen Holland-Moritz bis vor Kurzem noch brannte. Jetzt fehlt nicht nur das Material, die gestiegenen Energiepreise tragen ebenfalls dazu bei, dass er wohl das Geschäft aufgeben wird. Er freute sich, dass der Förderverein Ilmenauer Porzellantradition die zweite Station ihrer Sommertour hierher lenkte. Gut 20 Personen ließen sich durch die Räume führen und schauten sich Modellbücher, Messeprospekte und Dokumente an. Auch die Innenbesichtigung des alten Brennofens war möglich. Bei Kanapees und Getränken konnte Vereinsvorsitzender Michael Kühnlenz ein neues Mitglied in dieser Runde begrüßen.
Besuch in Martinroda Düstere Zukunft für Porzellanfabrik
Marina Hube 04.07.2024 - 06:00 Uhr