Ilmenauer in Ungarn Warum ist Ungarn mehr als Gulasch, Salami und Paprika?

Schüler des Lindenberg-Gymnasiums besuchten ihre Partnerschule im ungarischen Györ. Sie lernten die Schüler, die Schule und deren Heimat besser kennen. Die Gegenbesuche in beide Richtungen sind bereits geplant.

Ein Besuch am Balaton stand für die Ilmenauer Schüler auch auf dem umfangreichen Besuchsprogramm. Foto: Michael Rammner

Gulasch, Salami, Paprika? Vor den Oktoberferien sind 32 Schüler des Gymnasiums am Lindenberg in Ilmenau eine Woche zum Schüleraustausch nach Ungarn gefahren. Der Besuch der ungarischen Schüler in Ilmenau hat im April des vorigen Schuljahres stattgefunden. Dabei seien die 32 ungarische Schüler in Gastfamilien in Ilmenau und Umgebung untergebracht gewesen, teilt Michael Rammner vom Gymnasium am Lindenberg mit.

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Die Partnerschaft mit der Schule in Györ blicke auf eine lange Tradition zurück und bestehe bereits seit 2014. Das Motto der Audischule „Vorsprung durch Bildung“ paare sich gut mit den Bildungszielen des Ilmenauer Gymnasiums, schreibt er weiter. Das langjährige Austauschprogramm ziele darauf ab, Brücken zu bauen, andere Kulturen kennenzulernen sowie Neugierde, Offenheit und Interesse für die Austauschregion zu entwickeln, um mit mehr Toleranz und weniger Vorurteilen durchs Leben zu gehen. Und während die ungarischen Schüler ihre guten Deutschkenntnisse anwenden können, lernen die deutschen Schüler nebenbei einige ungarische Wörter und Redewendungen.

Nach einer zwölfstündigen Anreise mit dem Bus sei die Gruppe von den ungarischen Partnerschülern, den Gasteltern und dem Lehrerteam sehr herzlich begrüßt worden. In den Familien ihrer Austauschpartner hätten die „Lindenberger“ die großartige ungarische Gastfreundschaft kennengelernt. Während ihres einwöchigen Aufenthalts sei den Ilmenauern die moderne Schule mit ihren Bildungsschwerpunkten vorgestellt worden, die Partnerschüler erkundeten gemeinsam die Schullandschaft samt eigenem Schulcafé. Ein Zweifelderballturnier habe zur weiteren Verständigung beigetragen.

In dem vielfältigen Programm erwartete die Ilmenauer Schüler eine Stadtrallye von Györ, die Besichtigung des Audi Hungaria Werks, ein Besuch des Klosters Pannonhalma inklusive der beeindruckenden Bibliothek, ein Ausflug an den Balaton und die Erkundung von Budapest mit Felsenkrankenhaus, Burgpalast und der wunderschönen Altstadt, heißt es weiter. Am Abschlusstag seien sie zum Volleyball spielen, Drachenbootfahren auf dem Raab-Zufluss und zum Gulaschessen aus der Schulkantine eingeladen worden.

Begegnungen bleiben in Erinnerung

Viele gemeinsame Erlebnisse, neue Erfahrungen, spannende Momente und herzliche Begegnungen blieben in guter Erinnerung. Vor allem wisse man jetzt, dass ein Ungarnbesuch weitaus mehr biete, als Gulasch, Salami und Paprika.

Solche Begegnungen seien nur mit Unterstützung anderer möglich. Die Schüler danken an dieser Stelle den Gastfamilien, die durch die Aufnahme eines Austauschschülers dieses Projekt erst ermöglicht hätten. Ebenso habe der Austausch nicht ohne persönlichen Einsatz der Europa- und Lehrerteams beider Schulen stattfinden können.

Der nächste Besuch ungarischer Schüler in Ilmenau werde für die erste Dezemberwoche vorbereitet. Der Gegenbesuch finde im September 2024 statt, schreibt Michael Rammner abschließend.