Arnstadt - Am letzten Verhandlungstag wurden Kriminalisten der Ermittler- oder Tatortgruppe von Kripo und Landeskriminalamt, sowie der Gerichtsmedizin angehört. Demnach waren, zu schließen aus der Ausführungsweise der Handlungen, mehrere Personen am Einbruch beteiligt. Insgesamt waren 13 der 20 Räume der Behörde gewaltsam geöffnet worden. Eingestiegen waren die Täter, denen eine hohe Professionalität bescheinigt wurde, über das aufgehebelte Fenster eines Sozialraumes. Aus diesem abgeschlossenen Raum mussten sie zum Gang des Objektes hin ausbrechen, um danach vom Gang aus in andere Räume einbrechen zu können. Dabei wurde stets die gleiche Methode angewendet: Die Schließbleche der Türen wurden entfernt, die Zylinderschlösser gewaltsam ausgebrochen. Vermutlich mit einem Schweißbrenner wurde anschließend der Schlüsseltresor geöffnet, um danach mehrere weitere Tresore mit den begehrten Unterlagen bestehlen zu können. Der durch einen Schrank verdeckte Tresor des Ordnungswesens war zuvor von der Wand gerissen worden. Die Öffnung eines Tresors im Sozialraum missglückte. Und den Tresor für die Geldaufbewahrung im Kassenbereich des Landratsamtes mieden die Täter, was deren Professionalität unterstrich, wie der Staatsanwalt ausführte. Denn es sei bekannt, dass diese alarmgesichert seien und sobald Störmeldungen eintreten, würde Alarm ausgelöst. Wer also anderes im Hause vorhabe, werde "die Finger davon lassen".
Ilmenau Täter gingen mit hoher Professionalität vor
Redaktion 29.03.2019 - 20:18 Uhr