ILMENAU Der Psychotherapeut und Arzt Dr. Peter Jessen verband das diesjährige Motto jedenfalls mit einem dicken Fragezeichen. Dass beides so zusammengehört, ist für ihn nicht nur zweifelhaft, Jessen präsentierte auch aus eigener Erfahrung in der gut besetzten Kirche St. Jakobus überraschende Thesen. Hoffnung könne auch zum Alibi für Nichtstun werden, warnte er, Hoffnung zu nutzen, auf den Retter zu warten. Wer von der Hoffnung lebt, stirbt an der Verzweiflung, offenbarte er ebenso, wie die Feststellung, es gebe natürlich auch die Hoffnung, dass keiner merkt, dass ich was getrunken habe. Schließlich wisse jeder Angehörige um die Achterbahnfahrt, bei der aus Hoffnung Verzweiflung werde, wenn der Verwandte nach Durchhaltewochen wegen eines Ereignisses wieder schwach geworden sei.
Ilmenau Sucht und Hoffnung
Redaktion 12.05.2007 - 00:00 Uhr