Ilmenau - Nachdem die Erfurter Insolvenzverwaltungskanzlei des seit den 90er Jahren zerfallenden, einst zweitgrößten Industriebetriebes der Region ihr Okay zu einer Veranstaltung bei Henneberg gab, wächst nicht nur bei Günter Andrä der Optimismus. "Egal, welches Etikett wir an dieses Vorhaben kleben: Nicht nur die ganz uralte Ilmenauer Porzellantradition ab 1777 ist es wert, dass sie einen Platz im Geschichtsbewusstsein heutiger und künftiger Generationen unserer Stadt behält; nicht völlig wegdämmert." Das alles, so der Vorsitzende des Heimatgeschichtlichen Vereins Ilmenau weiter, während ihre konkreten Produktionsstätten möglicherweise zu Schotter werden könnten. Und während Namen von Menschen, die sie vor einem halben Jahrhundert schufen, die hier bis kurz nach der Wiedervereinigung Industriegeschichte schrieben, längst immer häufiger in Traueranzeigen der Zeitung zu finden sind.