Großbreitenbach - Wie ein Komet tauchte diese Woche die Ankündigung aus dem Landratsamt auf, dass ein neues Projekt zur Zukunftssicherung der Landgemeinde gestartet wird. Und tatsächlich gilt "Zukunft auf dem Land - Arbeiten & Wohnen im Thüringer Schiefergebirge" als das Folgeprojekt von Komet. Weitere 200 000 Euro fließen damit in die Region, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Das Vorhaben ist zu 90 Prozent gefördert, nur jeweils 10 000 Euro je Jahr muss die Landgemeinde im zweijährigen Projekt beisteuern. Neues Ziel dabei: Arbeiten und Wohnen sollen vernetzt werden, um einerseits den Auszubildenden- und Fachkräfte-Nachwuchs der Unternehmen zu sichern, andererseits leer stehende Wohnobjekte wiederzubeleben - beides große Probleme in strukturschwacher Region. In fast vier Jahren Komet wurde und im Folgeprojekt wird weiter nach Lösungen gesucht. Beim Geld dafür wird geklotzt, nicht gekleckert: Nach über 400 000 Euro für Komet wird nun also eine weitere sechsstellige Summe in die Hand genommen. Ob der hohe Investitionsaufwand Früchte trägt, hängt auch vom Mitwirken der Bevölkerung ab, wie Steffen Janik, der mit seinem Unternehmen Beratungskontor die Leitung des Anschlussprojektes innehat, am Donnerstag sagte, als am Markt 7 ein Schaufenster zur Begleitung der Initiative eingeweiht wurde. "Ganz ohne Bürgerbeteiligung wird es nicht gehen. Die Menschen der Region sind aufgerufen, diesen Prozess weiter zu begleiten", sagte Janik. Schließlich sei es in aller Interesse, dass die Orte der Landgemeinde "in 20 Jahren nicht aussehen, wie ein Schweizer Käse". Das betreffe dann nämlich nicht mehr nur Schandflecken und Baulücken in Ortskernen, sondern rückläufige Bevölkerungszahlen, womöglich gar sinkende Zahl an Arbeitsplätzen. Dass mit Komet Gutes für die Region bewirkt werden konnte, macht er mindestens an der seitdem laufenden Online-Immobilienplattform fest, die Besitzer und Interessenten zusammenbringe und immer stärker nachgefragt werde.