Der Dauerregen der letzten Tage sorgte in der Nacht zum Montag für eine Havarie in Arnstadt. Der Baubereich des Dammwegs wurde überschwemmt und ein Abwasserrohr nach oben gedrückt.

Ziel sei es nun, das Abwasser umzuleiten. Um den Abfluss nicht zu behindern, wurde das angeschwemmte Treibholz entfernt. Bis zum Mittag fiel der Wasserspiegel um 30 Zentimeter, was auf eine Entspannung der Situation hoffen lasse. Die Höhe des entstandenen Schadens könne noch nicht abgeschätzt werden, hieß es weiter. Sicher sei jedoch, dass das Abwasserrohr ersetzt werden müsse.

Die Betonarbeiten für die Herstellung des Trogbauwerkes mussten unterbrochen werden. Die Straßenbauarbeiten in Höhe der Firma Rethmann können fortgesetzt werden. Der Dammweg soll bis Ende des Jahres auf einer Länge von rund 115 Metern ausgebaut werden, um danach auch für Lkws bis 4,50 Meter passierbar zu sein. 2006 bis 2009 hatte die Deutsche Bahn bereits die Brücken erneuert, anschließend der Zweckverband Wasser- und Trinkwasserrohre gelegt. Von den rund 2,9 Millionen Euro Kosten für den Ausbau erhält die Stadt 75 Prozent Förderung vom Land. Viele Bäche sind im Ilm-Kreis angeschwollen. Die Wipfra trat über die Ufer. "Der Kelch ist diesmal an uns vorübergegangen", sagte Montagnachmittag ein Mitarbeiter der Rettungsleitstelle.