Man kennt sich oft schon seit Jahrzehnten zu Anlässen und Kundgebungen wie jener am 1. September, dem Weltfriedenstag. Die Teilnehmerzahl von Friedensaktivisten, Parteien, Verbänden und der Kirchgemeinde St. Jakobus fiel übersichtlich aus. Und das, obwohl im 80. Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges mit seinen weit über 50 Millionen Toten der Weltfrieden so gefährdet ist wie lange nicht. Julian Wüstner (SPD) sprach zur Kundgebung herzensvoll über seine persönliche Begegnungen mit der kriegserfüllten Geschichte auf der Westerplatte im polnischen Gdansk. Dort, wo vor 86 Jahren das faschistische Deutschland mit Hitlers Lüge „Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurück geschossen“ den Zweiten Weltkrieg auslöste. Von Ilmenaus Linken-Vorstand, der mit der SPD eingeladen hatte, richtete Christoph Macholdt ebenso wie Pastorin Magdalene Franz-Fastner mahnende Worte an drei Dutzend Kundgebungsteilnehmer und Passanten, die im Vorbeigehen inne hielten. Darunter auch mehrere aufmerksam lauschende AfD-Mitglieder.