Ilmenau - Ein Doktorand der Technischen Universität Ilmenau, der auch an der TU beschäftigt ist, wird der Volksverhetzung verdächtigt. Er selbst weist nach Angaben der TU alle Vorwürfe von sich. Daher erstattete die Uni selbst nun Anzeige gegen Unbekannt und suspendierte den Mann bis zur Klärung des Vorfalls vom Dienst.

Seit Montag ermittelt die Kriminalpolizei gegen den TU-Mitarbeiter wegem des Verdachts der Volksverhetzung. Demnach soll der Doktorand im Internt ein Foto, auf dem ein Kurde hinter einem gepanzerten türkischen Fahrzeug hergezogen werde, auch noch menschenverachtendes kommentiert haben. Bereits am Montag habe der beschuldigte Mitarbeiter gegenüber der TU erklärt, sich diesen Eintrag nicht erklären zu können. Er gehe davon aus, dass sein Account gehackt worden sei. Die TU habe daher selbst Anzeige gegen Unbekannt erstattet, teilte ein Sprecher mit. Zwar gelte die Unschuldsvermutung für den Mitarbeiter. Auch sei der Doktorand und Mitarbeiter zuvor nie auffällig gewesen, doch schlagen die Wogen im Internet inzwischen hoch, so dass eine vorläufige Suspendierung bis zur Klärung des Vorfalls gegeben sei.

Nach Angaben der Polizei hatte die Äußerung in den sozialen Netzwerken zu heftigen Reaktionen geführt. Sie reichten bis zur Bedrohung des Lebens des Doktoranden und der Androhung von Straftaten gegen die Universität.

Sollte der Mann jedoch der vorgeworfenen Tat überführt werden, drohe ihm die Entlassung sowie das Ende seiner Promotion. Außerdem werde die TU dann „weitere personal- und strafrechtliche Konsequenzen einleiten“, sagte der TU-Sprecher. tom