Ilmenau – In der Karibik wüten die Hurrikans. Die Texaner zitterten gestern, auf Haiti gab es Hunderte Tote. Kuba ist schwer betroffen. Tropensturm „Fay“ zog am 18. August über die Mitte Kubas nach Westen (Pinar del Rio) mit intensiven Regenfällen. Ihm folgte Hurrikan „Gustav“, der am 30. August mit Hurrikanstärke 4 insbesondere über die Insel der Jugend und die Provinz Pinar del Rio hinweg zog. Vorsorglich waren 250.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. „Gustav“ hinterließ eine Spur der Verwüstung wie nach einem Atombombeneinschlag. Mehr als 120.000 Häuser wurden zerstört oder schwerbeschädigt, auf der Insel der Jugend sind es etwa die Hälfte aller Häuser. Große Schäden entstanden in der Landwirtschaft, wo Plantagen teilweise komplett zerstört sind: So der Tabakanbau, Zitrus-, Kaffee- und Bananenplantagen. Strom-, Wasser- und Kommunikationsleitungen waren teilweise unterbrochen. Dinge, die völlig sicher schienen, flogen durch die Luft: Autos, Wassertanks, Dächer. Strom- und Hochspannungsmasten knickten wie Streichhölzer. Die Ilmenauer Stadträtin Ingeborg Giewald (Die Linke) hat die Katastrophenserie verfolgt und kämpft nun mit der Gruppe ,,Cuba si‘‘ aus Thüringen für den Wiederaufbau. Volker Pöhl sprach mit ihr.