Geschwenda - ,,Wer in Zukunft dabei sein will, muss sich auf dem Markt der erneuerbaren Energien etablieren'', sagt Dr. Olaf Kiesewetter, Geschäftsführer der Umweltsensortechnik (UST) Geschwenda. Und dass die UST da auf dem richtigen Weg ist, davon zeugt die neueste Auszeichnung des weltweit agierenden Unternehmens für einen neuentwickelten Wasserstoffsensor, der in Brenstoffzellensystemen eingesetzt wird.

Das Funktionsprinzip des Sensors beruht auf der innovativen Kombination eines Halbleiter-Gassensors und eines Wärmeleitfähigkeitssensors in einem aktiven Gassensorsystem mit hoher Sensitivität, Stabilität und Sicherheit. Sicherheitsrelevante Funktionen, wie die Erkennung und Signalisierung von Fehlern, auch während des Messvorgangs, sind integriert. Das komplexe System wurde inzwischen zum Patent angemeldet. Einfach gesagt: Tritt in einem Brennstoffzellensystem Wasserstoff aus, kann dies sofort erkannt werden. Schließlich ist ein Wasserstoff/Sauerstoffgemisch hochexplosiv. Angewendet wird die Erfindung beispielsweise in Abgasleitungen mobiler Brennstoffzellen, wie sie heute schon bei Notstromanlagen zu finden ist. Ein Traum bleibt vorerst noch der Einsatz in der Autoindustrie. Werden künftig die Boliden von Brennstoffzellen mit Wasserstoff angetrieben, dann haben die Geschwendaer schon mal ein Eisen im Feuer - natürlich nur sinnbildlich.