Schmiedefeld - Nicht nur Schmiedefeld hat das Problem, dass manche einen Friedhof als Selbstbedienungsladen ansehen. Pfarrer Dirk Lehner griff in der jüngsten Ortsteilratssitzung von Schmiedefeld dieses Thema auf. Was ihn bewegt und erbost sind die Zerstörungswut und der Anschein, dass einige Schmiedefelder unter einer besonderen Art von Kleptomanie leiden. Immer wieder sind in jüngerer Zeit die Gießkannen auf dem Friedhof zerstört worden, die Tüllen werden entwendet und kaputte Kannen gegen die unversehrten ausgetauscht. Alle Wege, diesem Treiben ein Ende zu setzen, scheiterten bisher. Jetzt, so Lehner, werde man jedes Mal die Polizei informieren, wenn etwas auffällig wird. "Wir wissen uns nicht mehr anders zu wehren." Deshalb, so Lehner, müssten die Friedhofsbesucher mit verstärkter Polizeikontrolle rechnen. Dadurch, dass sich der Friedhof im Randbereich befindet, gebe es keine soziale Kontrolle, die eine Abschreckung der Täter bewirken könnte. Der Friedhof in Schmiedefeld befindet sich in der Obhut der örtlichen Kirchgemeinde, weshalb es auch Sache von Pfarrer und Gemeindekirchenrat ist, aktiv zu werden.