Schmiedefeld - Wie sieht der Lebensraum von Luchs, Wolf und Wildkatze aus? Wovon ernähren sich die Tiere und welche anderen Waldbewohner und Pflanzen gibt es noch in und um Schmiedefeld zu entdecken? Dies erfuhren am Donnerstag fünf junge Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren bei einer Exkursion in Schmiedefeld. Sie kommen aus der finnischen Stadt Lahti, einer der sieben Partnerstädte Suhls und sind seit Sonntag eine Woche lang in der Waffenstadt zu Besuch. Untergebracht sind Sanni, Sonja, Miisa, Riika, Kaisa und ihre Betreuerin Kati in der Abenteuerschule in Suhl. Bei dem geförderten Jugendumweltprojekt, für das eine Kollegin aus der Stadtverwaltung in Lahti, die für den Bereich Umwelt tätig ist, an verschiedenen Schulen die Teilnehmerinnen nach Interviews ausgesucht hat, beschäftigen sich die Finninnen vor allem mit dem Thema rückkehrende Tierarten. So beispielsweise Luchs, Wildkatze und Wolf. "Wildkatzen wurden in diesem Gebiet schon mit Kameras entdeckt; in Gräfenthal seien Luchse bestätigt und auch eine Wölfin gibt es ganz in der Nähe, nämlich in Ohrdruf", erklärt Annett Rabe vom Biosphärenreservat, die die Frauen am Donnerstag mit auf Exkursion nahm. Nach grundlegenden Infos zu den Tieren ging es auf eine gut zweistündige Tour rund um Schmiedefeld, bei der Annett Rabe auch über die verbreiteten Baumarten, Fichte, Rotbuche und die nun wieder häufig gepflanzte Weißtanne, sprach und nicht mit Erklärungen zu Buschwindröschen, Heidelbeeren und anderen Pflanzen sparte. Die Frage, warum einige Bäume im Wald eingezäunt seien, wusste Annett Rabe zu beantworten: "Um sie vor Verbiss zu schützen und damit sie ungehindert wachsen können". Auch Spuren im Schnee, etwa von Rotwild, wurden genau begutachtet. Nach dem Ausflug ging es wieder ins Biosphärenreservats-Infozentrum, um sich die Ausstellung anzuschauen.