Heyda - Vom Hagel zerschmetterte Maisstümpfe zeichnen ein Bild landwirtschaftlicher Verwüstung am Rande Heydas. Nicht weit davon entfernt ein Schlag Raps, der in seinen fast weißen Schoten nur noch gähnende Leere birgt. Die Körner sind nach dem Hagelschlag ausgefallen. Und als sei dies noch nicht genug, traf es die in Heyda anbauende Agrargenossenschaft Martinroda auch noch auf einem dritten Feldstück. Eigentlich sollte das einmal gutes Brotgetreide liefern. Doch nun sind die Roggenreste kaum mehr als Futtergetreide verwertbar, fällt die endgültige Qualitätsbewertung noch dramatischer aus, bringt das Korn für die Umsetzung in Biogas noch weniger Ertrag, schildert Horst Menzel, Vizevorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Martinroda, Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU) die missliche Situation. "Das war ein Hagelschauer am 22. August. In 20 Minuten war alles hin. Der Schaden am Raps beläuft sich auf 95 Prozent, am Roggen und Weizen auf 40 bis 70 Prozent, der Mais wird noch nachbegutachtet", hofft Menzel wenigstens auf eine Teilentschädigung durch die Versicherung. Auf 40 Prozent des Schadens, den er inzwischen auf 100 000 Euro schätzt, werde die Genossenschaft aber sitzen bleiben. "Normalerweise ist ein kurzer Hagelschauer keine Existenzbedrohung, aber diesmal hatte es 20 Minuten gehagelt", bestätigt auch Heydas Ortsteilbürgermeister Thomas Schäfer (CDU) die zugespitzte Wetterentwicklung: "Es hörte einfach nicht auf!"