Ilm-Kreis-Kliniken Die Hälfte der vorgesehenen Corona-Betten sind belegt

Die Situation in den Ilm-Kreis-Klinken ist derzeit herausfordernd, aber nicht kritisch. Foto:  

In den Ilm-Kreis-Kliniken werden aktuell so viele Corona-Patienten behandelt, wie seit Dezember nicht mehr. Kritisch ist die Lage aber noch nicht. Bei Bedarf könne man die Kapazitäten aufstocken.

Ilmenau/Arnstadt - In den Ilm-Kreis-Kliniken steigt die Anzahl der Patienten, die aufgrund einer Coronavirus-Erkrankung behandelt werden müssen, wieder an. „Nachdem die Zahlen der an Covid-19 erkrankten Patienten ab Mitte Januar rückläufig waren, verzeichnen wir seit Mitte März erneut einen kontinuierlichen Anstieg“, teilt Klinik-Sprecherin Isabel Schlote auf Anfrage mit. „Derzeit befinden wir uns mit insgesamt rund 40 an Covid-19 erkrankten Personen an beiden Klinikstandorten in etwa wieder auf dem Niveau von Ende Dezember 2020.“

In den Ilm-Kreis-Kliniken sind 450 Betten aufgestellt. An beiden Standorten gibt es für die Behandlung von an Covid-19 erkrankten Menschen so genannte Isolierstationen mit einer Kapazität von insgesamt 78 Betten, die nur für diesen Zweck zur Verfügung stehen. Sollte die Kapazität der beiden Stationen nicht ausreichen, wird um jeweils eine weitere Station pro Standort erweitert. „Stand heute reichen die Kapazitäten“, so Isabel Schlote.

Nicht zwingend notwendige Eingriffe werden verschoben

Aufgrund der sich wieder verschärfenden Situationen verlegen die Ilm-Kreis-Kliniken elektive Eingriffe – also Eingriffe, die nicht dringlich und aufschiebbar sind – auf einen späteren Zeitpunkt, sofern zusätzliche Kapazitäten zur Behandlung der an Covid-19 erkrankten Patienten notwendig sind. Isabel Schlote betont aber: „Die Versorgung von Notfallpatienten ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Personen sollten bei Symptomen, etwa starken Brustschmerzen oder Lähmungserscheinungen, auch jetzt nicht zögern und sich in umgehend in ärztliche Behandlung begeben.“ Auch für andere, nicht verschiebbare Eingriffe würden Kapazitäten vorgehalten.

Wie die Klinik-Sprecherin außerdem sagt, würde die mittlerweile ein Jahr andauernde Ausnahmesituation das medizinische Personal immer wieder vor neue Herausforderungen und Belastungen stellen. „Für das Engagement eines jeden Einzelnen sind wir sehr dankbar“, so Isabel Schlote.

60 Prozent der Mitarbeiter sind entweder durch eine Impfung oder aufgrund einer überstandenen Infektion mit dem Coronavirus immunisiert, so dass die Klinikleitung aktuell – anders als im Dezember – von weniger Ausfällen beim Personal ausgehen.

„Zudem setzen wir das Hygieneregime konsequent um und passen unsere Maßnahmen entsprechend an, wenn neue Einschätzungen oder Bewertungen durch das Robert-Koch-Institut erfolgen“, so Isabel Schlote.

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