Ilm-Kreis Arbeit des Krisengipfels zeigt erste Erfolge

Landrätin Petra Enders hat den Krisengipfel einberufen. Foto: Berit Richter

Die Arbeit des Krisengipfel zeigt erste Erfolge.

Ilm-Kreis - Die Arbeit des Krisengipfels, den Landrätin Petra Enders einberufen hat, zeigt erste Erfolge. Durch die intensive Abstimmung untereinander konnten die Patienten, die Pflege, aber aktuell keine medizinische Versorgung benötigen, aus den Ilm-Kreis-Kliniken abverlegt werden, informiert Landrätin Petra Enders und bedankt sich bei ambulanten Pflegediensten und Pflegeheimen für die sehr gute Unterstützung in der aktuellen Krise. Dies teilt Anke Roeder-Eckert, Sprecherin des Landratsamtes, mit.

Unabhängig davon sei die Lage in den Ilm-Kreis-Kliniken nach wie vor angespannt. Aktuell werden 77 Corona-Patienten in den Ilm-Kreis-Kliniken betreut, zehn davon auf den Intensivstationen. Alle müssen beatmet werden. Damit sind 70 Prozent der Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.

Wiederholte Anfragen bei der Bundeswehr um Unterstützung im Pflegebetrieb zeigen erste Wirkung. Am Montag kamen 25 Soldaten an den Standorten der Ilm-Kreis-Klinken Arnstadt und Ilmenau an. Sie werden auf den Stationen als helfende Hände eingesetzt, 15 davon in Arnstadt, zehn in Ilmenau.

„Das hilft uns sehr und ist ein wichtiger Schritt, um die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten“, betont Landrätin Petra Enders, appelliert in diesem Zusammenhang aber auch an den Freistaat: „Wir brauchen die zentrale Steuerung durch das Land, um die einzelnen Behörden zu unterstützen und Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung zu bündeln. Die Thüringer Landkreise stehen kurz vor einem Systemkollaps, die Belastungsgrenze ist längst überschritten. Hier muss eine übergeordnete Koordination und Organisation von Notfallversorgung und Rettungsdienst erfolgen“, sagt Petra Enders. Sie hatte den Krisengipfel am 25. November 2021 erstmals einberufen, um die Zusammenarbeit zwischen den vier Säulen Pflege, medizinische Versorgung, Notfallbetreuung und niedergelassene Ärzten besser zu verzahnen.

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