Umfrage Spielplätze in Meiningen – Luxus oder Lebensqualität?

Yannis Michel

Fast 700.000 Euro für einen Spielplatz – zu viel, sagen die einen, gut investiertes Geld, die anderen. In Meiningen wird darüber gestritten. Was meinen Sie? Stimmen Sie ab!

Der Spielplatz im Schlosspark Meiningen. Foto: Erik Hande

Die Stadt Meiningen diskutiert – und zwar heftig. Kaum ein Thema bewegt derzeit die Stadtpolitik so sehr wie der neue Spielplatz im Schlosspark. Fast 700.000 Euro sind dafür eingeplant, Fördermittel inklusive. Die einen nennen das „Investition in die Zukunft“, die anderen schlichtweg „zu teuer für ein bisschen Rutschen und Wippen“.

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Der Stadtrat hat entschieden: gebaut wird trotzdem. Doch die Debatte bleibt. AfD-Stadtrat Christoph Heurich hält die Projekte für überdimensioniert, warnt vor Kostenexplosionen und verweist auf andere Baustellen der Stadt – buchstäblich. Der Bahnhof, das Straßennetz, das Schloss – alles Millionenvorhaben, die laut ihm dringlicher wären. „Nicht jeder Wunsch kann sofort erfüllt werden“, sagt er. Das klingt nüchtern – und trifft in Zeiten knapper Kassen durchaus einen Nerv.

Bürgermeister Fabian Giesder hingegen sieht darin genau das falsche Signal. Seit Jahren werde über das Projekt diskutiert, Kinder und Jugendliche hätten ihre Ideen eingebracht, Fördermittel seien bewilligt. „Wir haben ein Versprechen gegeben“, sagt er. Und wer Politik ernst nehme, müsse verlässlich bleiben – auch wenn’s weh tut im Haushalt. Außerdem: Günstiger werde das Ganze in Zukunft kaum.

Fest steht: Es geht längst nicht mehr nur um Schaukeln und Sandkästen. Es geht um Prioritäten, um Glaubwürdigkeit – und um die Frage, was einer Stadt wie Meiningen wirklich guttut.

Was meinen Sie?

Ist der neue Schlosspark-Spielplatz ein teures Prestigeprojekt oder ein notwendiges Stück Zukunft? Ihre Stimme zählt!