Ideen für Sonneberg 30.000 Euro müssen schnellstens weg

Die Innenstadt-Förderung für Sonneberg startet in diesem Jahr – und braucht einen Turbo. Wer gute Ideen hat, soll sich schnell melden. Knapp zwei Wochen ist für Anträge Zeit, fast jeder kann mitmachen. Bis Februar muss die erste Tranche über 30.000 Euro abgerechnet sein. Die nächsten Jahre gibt es weiter Geld.

Die gute Nachricht ist noch nicht allzu lange im Sonneberger Rathaus eingetroffen. Für den im Februar gestellten Antrag auf zwei Millionen Euro Förderung für die Innenstadt bis 2024 des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ kann ab sofort das Geld fließen. „Die Freude in der Stadt Sonneberg darüber ist groß. Jedoch heißt die Bewilligung auch, so schnell wie möglich erste Projekte auf den Weg zu bringen“, heißt es dazu aus dem Sonneberger Rathaus.

Nach der Werbung weiterlesen

In diesem Zusammenhang tagte am Mittwoch ein eigens einberufener Kulturausschuss. Vorgestellt wurden vom hauptamtlichen Beigeordneten der Stadt, Christian Dressel, Teile des Förderprogramms, die noch in diesem Jahr greifen. Mit dabei ist unter anderem ein Geldtopf in Höhe von 30 000 Euro. Dabei handelt es sich um einen Projektfonds, für den Akteure von hier selbst Vorschläge einreichen können. Für die Jahre 2022, 2023, 2024 und 2025 steht jeweils der Betrag von 30 000 Euro zur Verfügung, also 120 000 Euro.

Was das heißt? Wer als Sonneberger Ideen zur Förderung der Innenstadt hat und diese schnell umsetzen möchte, kann sich um maximal 5000 Euro Fördermittel aus diesem Fonds bewerben. Die Aufwertung der Innenstadt mit mehr Aufenthaltscharakter und Attraktivität sowie möglichst die Verknüpfung mit dem Spielzeugthema stehen dabei im Vordergrund, wie Christian Dressel erläutert. „Eine besonders hohe Gewichtung erfahren die Anträge, die das zentrale Thema der Spielmeile, der Spielzeugtradition, des Spielzeugs und der Werkstatt des Weihnachtsmannes inhaltlich im Kontext mit der Innenstadt umsetzen“, erläutert der Hauptamtliche Beigeordnete. Antragsberechtigt sind sowohl Vereine, Institutionen, Unternehmen als auch Einzelpersonen. Zwar sei das Zeitfenster jetzt für die Abrechnung der Mittel bis Mitte Februar äußerst knapp, trotzdem hoffe er, dass sich viele Sonneberger mit ihren Ideen einbringen.

Um möglichst eine breite Palette an Akteuren in die Entscheidungsfindung für gestellte Anträge einzubinden, konstituierte sich im Anschluss an den Kulturausschuss ein Entscheidungsgremium, also eine Art Jury. Die Mitglieder des Kulturausschusses der Stadt Sonneberg werden flankiert von zwei in den Fördermittelantrag eingebundenen Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie Händlern und Kreativschaffenden der Stadt Sonneberg. So sind als Vertreter der Innenstadt Sina Martin von der Martin Bären GmbH, Juliane Strauß von der Sonneberger Buchhandlung, Elsa Paschold vom City Center Sonneberg, Jana Wolff vom Handarbeitsladen „Hess“ sowie Dieter Fröbel als Markthändler im Gremium vertreten. Weiterhin wirken Hartmut Volkmar von der Plüti, Spielzeug-Designerin Renate Müller sowie Christine Spiller als Leiterin des Deutschen Spielzeugmuseums mit.

Rolf Schwämmlein, Vorsitzender des Kulturausschusses merkte an: „Wir wollen das Ganze nicht mit Bürokratie überladen, sondern das Gesamtprojekt über die nächsten drei Jahre mit der Fördersumme von zwei Millionen Euro sowie dem Eigenanteil der Stadt bestmöglich als Kulturausschuss begleiten. Wie es letztlich ankommt, entscheidet der Bürger draußen. Aber für neue Ideen, die sich bewähren, sind wir immer gern zu haben.“

Wie läuft die Antragstellung ab?

An erster Stelle steht eine eine kreative und innovative Idee für die Innenstadt, die innerhalb von sechs Wochen ab Anfang Dezember umgesetzt werden kann. Anträge kann fast jeder stellen: ein Verein, eine Institution, eine Privatmensch oder ein Unternehmen in Sonneberg.

Auf der Internetseite der Stadtverwaltung kann das Antragsformular heruntergeladen werden. Es muss bis spätestens 25. November bei der Stadtverwaltung eingereicht werden. Fragen zum Antrag, zur Projektidee oder zur Abwicklung beantworten die Mitarbeiter im Büro des hauptamtlichen Beigeordneten, Telefon (0 36 75) 88 02 03 im Rathaus. Das Entscheidungsgremium tagt Ende November zu den eingegangenen Bewerbungen und wählt geeignete Förderanträge aus. Bis zum 1./2. Dezember erhalten die Antragsteller eine Rückmeldung, ob ihr Projekt gefördert wird.

Das Projekt wird von den Antragstellern vorfinanziert, die Rechnungen danach in der Stadtverwaltung eingereicht. Ausführliche Informationen zu Bewerbung, Zielsetzung, Förderregeln und Auswahlkriterien unter:

www.sonneberg.de