Wenn man André Kranich sucht, findet man ihn selten allein. Man findet ihn zwischen Menschen, zwischen Ideen, zwischen Orten. Er steht selten im Mittelpunkt – und ist doch oft derjenige, der den Raum erst möglich macht. Erst kürzlich an einem Freitagabend leuchten die hohen Fenster der „Villa 11“ in Hildburghausen in die Dämmerung. Drinnen reden rund vierzig Menschen durcheinander, lachen, hören zu, notieren sich Namen. Es ist das dritte Netzwerktreffen der Allianz „Regionale Power in Südthüringen“, und was hier geschieht, ist weniger Veranstaltung als Verdichtung: von Kontakten, von Möglichkeiten, von Zuversicht. Dass so viele gekommen sind – aus Suhl, Sonneberg, Rieth, Erfurt, Weimar – überrascht selbst den Initiator. „Beim ersten Treffen hätte ich nie gedacht, dass einmal so viele Menschen kommen werden“, sagt André Kranich und wirkt dabei fast verblüfft.