„Wir beobachten die Lage sehr genau, erst gestern waren wir draußen“, sagt Adrian Abele, Kreistierarzt im Kreis Hildburghausen. „Draußen“, das ist vor allem der Bergsee Ratscher in seinem Kreisgebiet. Der derzeit vergleichsweise leere See bietet sich nämlich als ein ideales Rastgebiet für Zugvögel an, die in Feuchtgebieten auf ihrem Weg in den Süden eine Pause einlegen können. Aber auch andere Gebiete wie zum Beispiel die Werraauen sind gefährdet. Denn durch die Zugvögel könnte die Vogelgrippe eingeschleppt werden. Und das natürlich nicht nur im Kreis Hildburghausen. Wenn derzeit Menschen mit Feldstechern insbesondere an Gewässern auftauchen, spielt auch der Seuchenschutz mit. Noch blieben die Kontrollen in der Region ohne Ergebnis, sei die Lage ruhig, wie der Experte sagt. Die Hoffnung der Veterinäre bei diesen Kontrollen bleibt auch weiterhin: Bloß keine toten Vögel entdecken.