Hundehalter aufgepasst! Verdächtiges Hundefutter könnte vergiftet sein

Mitarbeiter des Zella-Mehliser Bauhofes haben das Hundefutter an der Beckerwiese entdeckt. Inzwischen ist klar, dass es mit einem Gift versetzt sein muss. Zwei Hunde haben davon gefressen. Foto: Stadtverwaltung

Sind in Zella-Mehlis Hundehasser unterwegs? An der Beckerwiese haben Mitarbeiter des Bauhofs ausgelegtes Trockenfutter entdeckt. Mehrere Hunde haben davon gefressen und zeigen Vergiftungserscheinungen.

Zella-Mehlis - Wenn der Hund bei der täglichen Gassirunde plötzlich auf etwas herumkaut, dann ist Vorsicht geboten – in diesen Tagen umso mehr. Bereits am Dienstag haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofs im Bereich der Beckerwiese ausgelegtes Trockenfutter entdeckt. Es habe portionsweise in der Wiese gelegen. „Da wir nicht wissen, um welche Zusammensetzung es sich handelt und ob eventuell schädliche Bestandteile enthalten sind, bitten wir alle Tierhalter um besondere Vorsicht“, so die erste Meldung der Stadtverwaltung.

Seit Mittwoch ist klar: Es könnte sich tatsächlich um Giftköder handeln. Mehrere Hundehalter hätten sich in der Stadtverwaltung gemeldet. Ihre Tiere hätten einen Happs von dem hinterlegten Snack gekostet. Weil sie Vergiftungserscheinungen zeigten, seien sie von Herrchen und Frauchen zum Tierarzt gebracht worden, teilt die Sprecherin der Stadtverwaltung, Andrea Grünkorn, mit. Sie bittet die Tierhalter um erhöhte Aufmerksamkeit. Auch die Mitarbeiter des Bauhofes patrouillierten nun regelmäßig in dem Bereich rund um die Beckerwiese. Bürger, die an anderen Stellen verdächtiges Futter entdecken, werden gebeten, eine Mail an kreinberger@zella-mehlis.de zu senden. Die Polizei wurde informiert.

Die entdeckten Köder wurden sichergestellt. „Jeder Verstoß gegen das Tierschutzgesetz wird von den Kollegen der Kriminalpolizei untersucht“, informiert die Sprecherin der Suhler Polizei, Julia Kohl, auf Nachfrage. Das Hundefutter wird nun ins Landesamt für Verbraucherschutz geschickt und auf Giftstoffe untersucht. „Das ist auch Abwägungssache“, betont Julia Kohl. Nicht jedes weggeworfene Brötchen werde ins Labor gegeben. Doch bei Futter, das bereits auf den ersten Blick verdächtig wirke, werde so gehandelt, schildert sie das Vorgehen. at

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