Hundeführerschein Gutes Benehmen will gelernt sein

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Nicht immer sind Gassigänger allein auf weiter Flur mit dem Hund. Umso wichtiger ist es, mit dem Tier gutes Benehmen bei der Begegnung mit anderen Hunden, spielenden Kindern, Radfahrern oder Joggern trainiert zu haben. Der Hundeführerschein ist eine gute Gelegenheit dafür. Noch dazu hilft er, Steuern zu sparen. Foto: privat

Nach vierjähriger Pause haben die Hundehalter 2023 endlich wieder die Chance, mit ihren Vierbeinern den Meininger Hundeführerschein abzulegen. Dazu aber dürfen sie den Termin der Informations- und Theorieveranstaltung am 28. März im Marstall keinesfalls verpassen.

Wer möchte seinem Hund besseres Benehmen in der Öffentlichkeit beibringen? Wer es wagt, der „gewinnt“ – zumindest in Meiningen – am Ende den Hundeführerschein und spart sich obendrein die Hälfte der Hundesteuer. Der neue Führerscheinkurs startet mit einer Informationsveranstaltung am 28. März, 18 Uhr, im Marstall. Alle, die in diesem Jahr dabei sein wollten, sollten sich also in den nächsten Tagen entschließen und ihre Anmeldung in der Stadtverwaltung abgeben. Denn die Teilnahme an der Auftaktveranstaltung ist Pflicht. Einzige Ausnahme: Wer den Hundeführerschein vielleicht schon mal mit einem anderen Hund absolviert hatte, braucht mit dem Zweit- oder neuen Hund nur die Prüfung im September abzulegen.

Konflikte vermeiden

Nicht nur den Haltern macht es zu schaffen, wenn ihr Hund regelmäßig verrückt spielt, sobald er unterwegs einem Artgenossen begegnet, einen Radfahrer oder Jogger herannahen sieht oder ein anderes Reizobjekt entdeckt. Für die Ziele solcher Attacken, die nicht einschätzen können, wie angriffslustig der Hund werden kann, ist die Situation noch viel unangenehmer. Um solche Konflikte im Stadtgebiet zu vermeiden und das Verantwortungsgefühl der Hundebesitzer zu stärken, wurde vor Jahren der Meininger Hundeführerschein erfunden. Er trägt zu einem harmonischeren Miteinander von Mensch und Hund bei. Durch den gemeinsamen intensiven Weg bis zur Prüfung lernt der Halter sein Tier zudem besser kennen. Als zusätzlichen Anreiz hat sich die Stadt die Steuererleichterung für die Hundeführerscheinbesitzer ausgedacht.

Schon elf Mal lud die Stadt in der Vergangenheit gemeinsam mit dem Hundesportverein, dem Schäferhundeverein und dem Tierschutzverein zur Hundeführerschein-Prüfung ein. Und auch wenn nicht nicht alle, die zur ersten Veranstaltung kommen, am Ende wirklich die Prüfung ablegen, haben im Laufe der Jahre schon etliche Hundefreunde sich und ihre Lieblinge fit für den Alltag gemacht.

Nun folgt also die zwölfte Auflage der Hundeführerschein-Ausbildung. Einige Interessenten haben sich schon gefunden, weitere Anmeldungen sind unbedingt erwünscht. Immerhin dürfte es offiziell um die 2000 Hundehalter in der Kreisstadt geben. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich viel höher, denn immer wieder treffen die Vollzugsdienstkräfte bei ihren Kontrolltouren Hundebesitzer an, die ihre Tiere nicht angemeldet haben. Auch das Tierheim nimmt hin und wieder Fundhunde auf, bei denen sich herausstellt, dass diese nicht gechippt und gemeldet sind.

Neben den Meininger Hundehaltern können auch die aus den erfüllten Gemeinden mit dem Hundeführerschein in der Tasche auf ein steuerliches Entgegenkommen ihrer Gemeinden hoffen. Die Rippershäuser und Untermaßfelder bekommen eine 50-prozentige Ermäßigung, bei den Sülzfeldern ist der Betrag gestaffelt. Herzlich willkommen, an der Führerscheinausbildung teilzunehmen, sind des Weiteren alle anderen Hundehalter aus der Region. Da kann die Stadt zwar nicht an der Hundesteuer-Stellschraube drehen. Sinn macht die Ausbildung trotzdem. Wenn sich ein Hund aus einem Nachbarort im Stadtgebiet gut zu benehmen weiß, haben die Meininger ja auch etwas davon.

 

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