Hund rennt auf Straße Schäferhund rennt auf Straße: Unfall mit Auto

Ein rennender Schäferhund. Die Aufnahme zeigt nicht das Tier aus Fehrenbach. Foto: dpa/Mohssen Assanimoghaddam

Um einem Hund auszuweichen, ist eine Frau in Fehrenbach gegen vier Betonpfeiler und einen Zaun gefahren.

Fehrenbach - Ein frei laufender Hund hat am Montagvormittag in Fehrenbach (Kreis Hildburghausen) einen Verkehrsunfall verursacht. Eine 55-jährige VW-Fahrerin war auf der Talstraße in Richtung Heubach unterwegs als plötzlich ein Schäferhund über die Straße rannte, wie Polizeisprecherin Julia Kohl am Dienstag informierte. Die Autofahrerin wollte ausweichen, kam aber nach nach links von der Straße ab und prallte danach an vier Betonpfeiler und einen Holzzaun. Verletzt wurde die 55-Jährige nicht, es blieb bei Sachschäden. Der Hund entfernte sich vom Unfallort.

Läuft ein (unbekannte) Hund vor das Auto, erstattet die Teilkaskoversicherung meist die Reparaturkosten am beschädigten Auto. Ansonsten muss de Hundehalter in unbegrenzter Höhe für alle Verletzungen, Sach- und Vermögensschäden aufkommen, die das Haustier verursacht – und das auch, wenn er gar nicht schuld ist. Das Gesetz besagt nämlich, dass allein die Haltung eines Tieres eine unberechenbare Gefahr darstelle. Man muss also davon ausgehen, dass immer etwas passieren kann, auch wenn der Hund noch so gut erzogen ist.

Der Haftpflicht-Experte der Allianz-Versicherung, Jörg Hipp, bestätigt: „Dabei spielt es keine Rolle, ob der Hund nun ordnungsgemäß an der Leine geführt wird oder frei läuft – bei einem Unfall ist der Halter immer haftbar.“ In einigen Bundesländern, wie Hamburg oder Berlin, aber auch in Thüringen, ist deshalb die Hundehalter-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Die Mindestversicherungssumme für Personenschäden muss 500 000 Euro betragen. Sach- und Vermögensschäden sind mit jeweils mindestens 250 000 Euro abzudecken.

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