Die Führung durch den Sortengarten am Spielberg zum Tag der Streuobstwiese findet am 24. April statt.
Im kleinen Rhönort Hümpershausen gibt es eine Streuobstwiese. Welche Geheimnisse diese hat und wie wichtig sie für die „geflügelte Vielfalt“ ist, kann man am 24. April sehen.
Die Führung durch den Sortengarten am Spielberg zum Tag der Streuobstwiese findet am 24. April statt.
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Streuobstwiesen sind seit Jahrhunderten Teil unserer Kulturlandschaft und prägen unser Landschaftsbild. Sie bieten uns Obst und liefern zugleich Futter für Weidetiere. Außerdem sind sie Erholungsraum und haben einen positiven Einfluss auf den Boden, das Wasser und das Klima. Neben all den erfreulichen Aspekten für uns Menschen ist in Streuobstwiesen eine bemerkenswerte Artenvielfalt zu finden.
Leider sind diese besonderen Zentren der Biodiversität bedroht. Zu den Gefahren zählen vor allem die Aufgabe der Nutzung, der Klimawandel sowie der Befall mit Krankheiten und Schädlingen wie der Laubholzmistel. Um dem entgegenzuwirken, will der Tag der Streuobstwiesen dazu anregen, auf ihren Wert und ihre Bedeutung hinzuweisen.
Der Landschaftspflegeverband Thüringer Rhön e.V./die Natura-2000-Station Rhön widmet sich dem Thema bereits seit über 30 Jahren. Mit dem ENL-Projekt „Geflügelte Vielfalt“, im Rahmen dessen unter anderem Streuobstbestände gepflegt und Kurse zur Obstbaumpflege angeboten werden, geschieht dies seit 2018 ganz besonders intensiv. Seit 2023 ist das Projekt schon in der zweiten Runde.
„Im Projekt sollen Streuobstbestände und damit die darin vorkommenden Arten gestärkt werden. Die geflügelten Bewohner Wendehals, Bechsteinfledermaus und die Fledermausart Graues Langohr bekommen im Projekt besondere Aufmerksamkeit“, erläutert Ricarda Blum vom Projektteam.
Typische Streuobstbestände setzen sich aus locker stehenden Obstbaumgruppen zusammen, mit einer Nutzung des Unterwuchses, hierbei handelt es sich überwiegend um Grünland. „Diesen Teil der Streuobstwiese haben viele Menschen gar nicht so im Blick, er ist aber ebenso sehr wichtig“, so Lena Gothe vom Landschaftspflegeverband. Auf der verbandseigenen Streuobstwiese bei Hümpfershausen wird beides berücksichtigt und in besonderer Art praktiziert.
Der LPV Rhön/die Natura-2000-Station Rhön bietet deshalb in diesem Jahr eine Führung im Sortengarten Spielberg an. Gemeinsam mit dem Bewirtschafter wird bei einem kleinen Rundgang über die Fläche ein Einblick in die nachhaltige Bewirtschaftung der Streuobstwiese und der Bäume gegeben. Aus erster Hand können die Teilnehmer vieles über die Besonderheiten der Fläche erfahren.
Treffpunkt ist der Sortengarten am Spielberg bei Hümpfershausen. Los geht es um 14 Uhr. Ende der Veranstaltung ist um 17 Uhr.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine Anmeldung bis zum 23. April 2026 gebeten.
Wetterangepasste Kleidung wird empfohlen, die Veranstaltung ist kostenfrei.
Fragen oder Anregungen sowie die Anmeldung laufen über das Projektteam der Geflügelten Vielfalt, Lena Gothe (l.gothe@lpv-rhoen.de) oder per Telefon unter (036946) 2 9 29 48.