Der Schaukasten mit dem Spitzdächchen vor dem Hotel „Eisenacher Haus“ symbolisiert die ganze Tristesse. Die Glasscheibe fehlt, die Farbe blättert ab, zum Schauen bietet der petrolgrüne Kasten nicht viel. Nur in der Mitte hängt ein kleiner gelber Zettel mit blauer Schrift: „Pächter gesucht“. Schon auf der Fahrt zum Hotel begegnet man diesem Hinweis immer wieder an der Straße. Darunter steht eine Telefonnummer mit österreichischer Vorwahl. Es ist der Anschluss von Werner Salzmann, dem Eigentümer des Hotels. Im Frühjahr 2017 hat der Geschäftsmann die Immobilie bei einer Zwangsversteigerung erworben. Der Preis soll unter 500 000 Euro gelegen haben. Es hört sich nach einem Schnäppchen an. Glück brachte ihm der Kauf bislang nicht.