Hohe Rhön Mit den Dreien sieht man besser

Übergabe von drei Wärmebildkameras: Da freuen sich Wehrführer, Foto: /Iris Friedrich

Die Feuerwehrausrüstung von drei Orten in der Hohen Rhön ist um eine kluge Erfindung reicher: Es wurden Wärmebildkameras übergeben. Die Sparkassenversicherung legte sie ins Osternest.

Kaltensundheim - Nicht ganz billig ist also solch ein nützliches Teil, mit dem man bei einem Brand den Brandort genauer lokalisieren, Glutnester aufspüren und auch Menschen in verrauchten Räumen oder im freien Gelände leichter finden kann. Umso besser, wenn eine Feuerwehr ein solches modernes Gerät ganz ohne Eigenbeteiligung der Kommune erhält – bei dem Geschenk der Sparkassenversicherung (SV) war dies jetzt so.

Alle drei Orte sind bei der Sparkassenversicherung Kristall versichert und hatten zum Teil schon mehrfach Nutzen davon: So gehören auch Jubiläumsprämien, Zuschüsse zu Brandschutzkoffern und innovative Feuerwehrausrüstung zur Förderung durch die SV. Staustufen, mobile Rauchverschlüsse, spezielle Strahlrohre und jetzt eben die Wärmebildkameras komplettieren die Ausrüstung der Feuerwehren mit Hilfe der SV. „Das bringt einen absoluten Mehrwert“, sagte denn auch Frankenheims Bürgermeister Alexander Schmitt jetzt bei der Entgegennahme in Kaltensundheim. Erbenhausens Bürgermeister Tino Scherer konnte voll beipflichten und auch Unterweids Ortsteilbürgermeisterin Christel Bittorf-Rasch zeigte sich erfreut.

Besonders für Unterweid war es ein guter Tag, sagte Andrea Höchenberger von der SV, denn für diesen Ort war die Wärmebildkamera schon lange bewilligt. 800 davon plant die SV in vier Jahren an Kommunen in Thüringen und Hessen zu vergeben. Man lässt sich das insgesamt 1,3 Millionen Euro kosten. Die Kameras haben auch zur Folge, dass effektiver, schneller und mit weniger Wassereinsatz gelöscht werden kann, was Schäden deutlich minimiert. Schutz und Rettung von Menschenleben stehen an erster Stelle, betont die SV, aber auch die Gebäuderettung und Schadensverhütung. Uwe Möllerhenn dankte in Vertretung von Kaltennordheims Bürgermeister und VG-Chef Erik Thürmer für die Geschenke, die gerade rechtzeitig ins Osternest fallen. Er wie auch die anderen Kommunalvertreter sehen sie auch als Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehren – „Andere gehen abends gemütlich Bier trinken, die Feuerwehrmitglieder treffen sich zur Übung“, sagte Dieter Jagiella, der Direktionsbeauftragte der SV. Christel Bittorf-Rasch aus Unterweid machte an aktuellen Beispielen deutlich, dass die Feuerwehrleute auch immer dann gefordert sind, wenn andere Hilfe brauchen: Es habe gerade erst wieder zweimal Tragehilfe geleistet werden müssen, um andere Helfer in ihrer Arbeit zu unterstützen.

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