Hofheim Hofheim erhält ein Kombibad

Gerhard Schmidt

Ganz nach Eberner Vorbild hat man sich entschieden, im Rahmen der Generalsanierung Hallen- und Freibad zusammenzuführen. Grob gerechnet liegen die Kosten etwa bei rund 8,6 Millionen Euro.

Hofheim - Der Landkreis Haßberge hat in Hofheim ein Hallenbad, das ins Alter gekommen und eine Sanierung angesagt ist. Da das Hallenbad auch dem Schulschwimmen dient, wurde eine Zweckvereinbarung zwischen Landkreis und Stadt wie beim Hallenbad in Ebern abgeschlossen. Die Generalsanierung wird mit einem gemeinsamen Eingang mit dem Freibad zu einem Kombibad führen. Bei der Generalsanierung soll ein Bistro entstehen, sowie ein Sommerumkleiden und ein Kinderplanschbecken errichtet werden. Nach einer groben Ermittlung wird das Investitionsvorhaben bei rund 8,6 Millionen Euro liegen. Nach Abzug der eingeplanten Förderung verbleiben für die Stadt schätzungsweise grob 1,5 Millionen Euro. Die Zweckvereinbarung wird zwischen dem Landkreis, der Stadt und dem Schulverband geschlossen. Bürgermeister Wolfgang Borst wurde im Rahmen der Stadtratssitzung am Mittwoch im Haus des Gastes beauftragt, die Zweckvereinbarung abzuschließen.

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Der für Badende gesperrte Goßmannsdorfer See sorgt für erheblichen Rummel. Nun brachte die CSU Hofheim einen Antrag ein, nach dem ein Konzept vorgestellt wird, dass das Gewässer wenigsten teilweise genutzt werden darf. Dazu würden der Abbau der Stege und weitere Hinweisschilder gehören. Zurzeit ist der See an den Angelverein Goßmannsdorf verpachtet. Die CSU hat den Kompromiss vorgeschlagen, um den Löschsee auch für Badende nutzen zu können. Bürgermeister Borst meinte zum Sachstand, dass ein Gutachten sich dafür aussprach, dass der Goßmannsdorfer See nicht nur für Feuerlöschzwecke vorhanden ist. Das Prekäre an der Sache ist, das natürliche Seen nicht den Vorgaben wie künstlich angelegte Seen entsprechen müssen. Dies betrifft zum Beispiel den Ellertshäuser See, der vom Gremium angesprochen wurde. Dieser Natursee ist zu groß, als dass man ihn überwachen könnte. Bürgermeister Borst wird den Antrag der CSU weiterreichen. Die Sanierung des Freibades steht kurz vor seinem Ende und soll zum Ferienbeginn wieder geöffnet werden, teilte Bürgermeister Borst mit.

Die Stadt Hofheim konnte im Jahr 2014 mit dem Breitbandförderprogramm des Freistaates Bayern ihren Breitbandausbau deutlich voranbringen. 30 Mbit/s sind im Stadtgebiet fast überall erhältlich. Nun soll die Stadt gigabitfähig gemacht werden. Als nächster Baustein ist ein flächendeckender Glasfaserausbau geplant. Mit der bayerischen Gigabitrichtlinie fördert der Staat Breitbandnetze mit bis zu 100 Mbit/s im Privatbereich und 200 Mbit/s gewerblich, wenn auch schon 30 Mbit/s vorhanden sind. Mit einer 90-prozentigen Förderung kann gerechnet werden. Der Stadtrat beschloss den Einstieg in das Förderprogramm zum Aufbau von gigabitfähigen Breitbandnetze. Man wird auch versuchen, im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit in der VG ein gemeinsames Auswahlverfahren anzustrengen. Vorerst soll ein Beratungsunternehmen eingeschaltet werden.

Am Kirchenschiff und Turm der Dekanatskirche in Rügheim müssen zurzeit erhebliche Schäden beseitigt werden. Beim Kirchenschiff werden Kosten von rund 213 000 Euro und am Turm rund 237 000 Euro erwartet. Im Rahmen der Baulastverpflichtung muss die Stadt Hofheim die Hälfte übernehmen. Nach einem Grundsatzbeschluss der Stadt werden jährlich 50 000 Euro für Baulastverpflichtungen eingestellt. Demnach können die Rügheimer kommendes Jahr noch mit einer Teilauszahlung rechnen.

Die Stadt Hofheim wird sich auch dem Zweckverband Klärschlammtrocknung Haßberge anschließen. Der vorläufige Entwurf der Verbandssatzung sieht vor, pro Tonne Klärschlamm auf der Basis von 25 Prozent Trockensubtanz 98 Euro zu berechnen. Der Preis beinhaltet Investitionskosten, den Wärmeeinkauf, die Pachtzahlungen für den Standort, die Betriebskosten sowie der Transport des getrockneten Klärschlamms in das Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt.

Die Vereidigung der Ortssprecher aus Eichelsdorf, Manau und Sulzbach standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Bürgermeister Wolfgang Borst bat die neuen Ortssprecher im Haus des Gastes nach vorne, um ihnen den Eid zur bayrischen Verfassung abzunehmen. Dies waren Armin Manietta aus Eichelsdorf, Marco Büttner aus Manau und Peter Schmidt aus Sulzbach. Bevor in die Tagesordnung eingestiegen wurde, gab Bürgermeister Wolfgang Borst noch die Ergebnisse des nichtöffentlichen Teils von der vergangenen Stadtratssitzung bezüglich der stellvertretenden Bürgermeistergehälter bekannt.