Einen, den der Ausfall der beiden Veranstaltungen besonders trifft, ist der Hofheimer Fanfaren- und Spielmannszug, der schon seit Jahren Durst und Hunger der Gäste stillt. "Unsere Einnahmen basieren auf der Kirchweih", sagt Bernd Werner, der Erste Vorsitzende des Vereins. Erst vor Kurzem habe der Verein Uniformen für den Nachwuchs für mehrere Tausend Euro angeschafft, die man nun aus den Rücklagen finanzieren müsse. Auch der laufende Betrieb verursache Kosten. So würde beispielsweise der Unterricht für den musikalischen Nachwuchs vom Verein bezuschusst. Auch das Vereinsleben sei schwierig aufrechtzuerhalten. Die Bindung der Mitglieder an den Verein werde schwächer, weil gemeinsame Aktivitäten fehlen. "Wir hatten seit dem Fasching keinen einzigen Auftritt mehr", sagt Werner. Mit gemeinsamen Aktivitäten, wie Wanderungen oder einem Jugendausflug in einen Freizeitpark, versuche man, das Vereinsleben am Laufen zu halten. Proben durchzuführen sei bei 50 Spielleuten schwierig. Deshalb würden nur die einzelnen "Register", wie Fanfaren-, Flötenspieler oder Trommler, getrennt voneinander proben, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Geplante Auftritte bei dem Erntedankfestzug in Fürth oder dem Theresienfest im Oktober in Hildburghausen fallen auch weg. Die Weihnachtsfeier stehe in den Sternen. Fazit: "Wir hoffen auf das nächste Jahr" - nicht nur er.