Hoffnungsvolle Tendenz Rhönblick verliert fast keine Bewohner

Im Roten Schloss in Helmershausen hat auch das Einwohnermeldeamt Rhönblick seinen Sitz. Foto: Iris Friedrich/MT

Die Einheitsgemeinde Rhönblick schrumpft nicht, sie ist eher auf Einwohner-Zuwachs aus.

Helmershausen - „Erstmals seit vielen Jahren verzeichneten wir wieder mehr Zuzüge als Wegzüge. Gerade junge Familien aus dem Umland zieht es in die Wohngebiete der Einheitsgemeinde“, stellt Christoph Friedrich, der Rhönblick-Bürgermeister, fest. Die Konsequenzen sind für ihn nur logisch: „Wir müssen weiteren Bauraum und Wohnraum schaffen.“ Daran soll 2021 auf jeden Fall weiter gearbeitet werden.

Doch wie sieht es um die Einwohnerzahlen konkret aus? „Zum offiziellen Statistikstand Ende 2019 hat die Einheitsgemeinde lediglich vier Einwohner weniger als zum Jahresanfang – im Vergleich zu 2018 und den Vorjahren, wo es noch um die 40 waren. Besonders traurig für die Angehörigen und unsere Einheitsgemeinde ist, dass zum Ende des Jahres 2020 genau diese vier Einwohner weniger die vier Corona-Sterbefälle in unserer Gemeinde waren“, so Christoph Friedrich.

Die Einheitsgemeinde Rhönblick hatte zum Jahresende 2019 noch 2675 Einwohner – am Jahresende 2020 waren es 2671.

In Bettenhausen als größtem Ortsteil sank in diesem Zeitraum die Einwohnerzahl von 711 auf 709, hier gab es sechs Sterbefälle und drei Geburten. 25 Zuzügen standen 24 Wegzüge gegenüber.

Der zweitgrößte Ortsteil Helmershausen hat ebenfalls einen geringen Einwohnerrückgang zu verzeichnen – von 564 auf 560. Hier gab es vier Sterbefälle und drei Geburten. Neben 23 Zuzügen stehen 26 Wegzüge in der Statistik des Einwohnermeldeamtes Rhönblick, wie dessen Leiterin Evelyn Schuchardt für ihren Heimatort konstatiert.

Stedtlingen als nächstgrößter Ortsteil ist ein kleiner Gewinner: Die Einwohnerzahl hat sich von 2019 zu 2020 von 455 auf 459 erhöht. Hier gab es zwar nur einen neuen Erdenbürger im Jahr 2020, dafür vier Sterbefälle, aber erstaunliche 17 Zuzüge bei nur zehn Wegzügen.

Hermannsfeld, Gleimershausen und Haselbach haben ebenfalls Einwohnerzuwächse – in Hermannsfeld leben jetzt 252 Menschen, am Jahresende 2019 waren es nur 245. Das hängt mit den zwölf Zuzügen zusammen, bei nur vier Wegzügen. Ein Kind wurde 2020 in Hermannsfeld geboren, aber es starben drei Bewohner. Bei Gleimershausen und Haselbach macht der Zuwachs an Einwohnern genau einen aus: In Gleimershausen ging es von 48 auf 49, denn zwei Zuzügen steht ein Todesfall gegenüber. Im kleinsten Ortsteil Haselbach stieg die Zahl der Bewohner von 42 auf 43, bedingt durch einen Zuzug.

Wohlmuthausen dagegen ist um einen Einwohner „geschrumpft“: von 224 auf 223. Hier gab es immerhin fünf Neugeborene, darunter mit Alma und Klara sogar Zwillinge. Zwei Einwohner starben, zwei zogen zu, sechs weg.

Gerthausen verlor im vergangenen Jahr vier Einwohner. Es hat nun noch 185. Drei Kinder wurden in dem kleinen Rhönort geboren, alles Mädchen übrigens. Es starben jedoch auch drei Gerthäuser. Zwei Zuzügen stehen immerhin sechs Fortzüge gegenüber.

Für Seeba ist der Einwohnerrückgang marginal: Statt 137 wohnen nun noch 136 Leute hier. Es wurde weder ein Kind geboren noch war ein Sterbefall zu beklagen. Bei einem Zuzug gab es aber zwei Wegzüge.

Und schließlich ist da noch der kleine und höchstgelegene Ort Geba, in dem unterhalb der Hohen Geba nun noch 55 Menschen wohnen. Es waren im Jahr zuvor noch 59 gewesen. Der Rückgang hängt vor allem mit sechs Wegzügen zusammen, während es nur einen Zuzug gab. In den kleinen Ortsteil sind 2020 zwei Mädchen als „Neu-Gäber“ hineingeboren worden, es gab aber auch einen Sterbefall.

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