Suhl - Damit hatten Maik Albrecht und seine frisch angetraute Ehefrau Mandy, die bis Dienstagmorgen noch Greiner hieß, nicht gerechnet. Als sie nach ihrer Trauung am späten Vormittag aus dem Standesamt in den nasskalten Steinweg treten, regnet es Konfetti und Reis auf sie. Mandy schlägt die Hände vor den Mund, ihr Ehemann schaut ungläubig. Arbeitskolleginnen und Freunde reichen ihnen Sekt, umarmen sie, gratulieren. Dabei wollten die beiden doch nur in ganz kleiner Runde, mit der engsten Familie heiraten. „Die meisten wussten gar nichts davon. Oder etwa doch?“, fragt Maik in die gut gelaunte Runde. Die unverhoffte Gratulationsrunde, die schon eine halbe Stunde im eisigen Wind vor der Tür bibbert, bittet die Frischvermählten nach einem Schluck Rotkäppchen erst mal an den obligatorischen Sägebock mit Holzstamm. Dann wird die Nagelschere zum Ausschneiden eines roten Herzens mit m&m-Aufschrift gereicht.