Hochwasserschutz Hochwasserschutzanlagen unter die Lupe genommen

Annett Recknagel

Vertreter von Behörden und Institutionen besichtigten jetzt die kommunale Hochwasserschutzanlage in Mittelstille.

Im Frühjahr soll der Damm Foto: Annett Recknagel

Schmalkalden-Mittelstille - Seit 2020 ist der Gewässerunterhaltungsverband Hasel/Lauter/Werra (GUV) für die Hochwasserschutzanlagen in seinem Verbandsgebiet zuständig. Das Areal umfasst eine nicht unerhebliche Größe und reicht westlich bis Breitungen, nördlich bis Brotterode-Trusetal und im Osten bis Suhl und Zella-Mehlis. Der südlichste Teil ist das Grabfeld.

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Für dieses Jahr stand kürzlich eine Verbandsschau im Plan. Dahinter verbirgt sich eine öffentliche Begehung, zu der Sandra Radloff als Geschäftsführerin des GUV und ihr Kollege Wolfgang Radtke über die Amtsblätter der Ortschaften Vertreter von Fachbehörden einladen.

In Mittelstille besichtigte man die kommunale Hochwasserschutzanlage, die im Zusammenhang mit dem Bau des Kauflandes als Ausgleich errichtet wurde. „Das war vor 15 Jahren“, erinnerte sich Bernd Gellert, Ortsteilbürgermeister von Mittelstille.

Die Polderfläche, die zum Hochwasserschutz in der Nähe der Stille angelegt worden ist, wird von der Agrargenossenschaft genutzt. Nicht ganz zufrieden zeigten sich die beiden GUV-Mitarbeiter mit dem Zustand des Damms. Dort präsentiert sich derzeit Wildwuchs.

Neuer Mitarbeiter

Sandra Radloff versicherte, dass sich diese Situation spätestens im nächsten Frühjahr ändern werde. Die Flussarbeiter könnten sich dem annehmen und den Damm freischneiden. Zudem werde 2022 ein neuer Ingenieur vom GUV eingestellt, der die während der Gewässerschau erfahrenen Maßnahmen gemeinsam mit den Flussarbeitern umsetzen werde.

Die Verbandsschau führte zudem in die Nordheimer Grüne. Dort wurde die Biberproblematik besprochen. Tag zwei des Programms führte die Fachleute nach Ebertshausen, wo sie wiederum eine kommunale Hochwasserschutzanlage besichtigten.

In Viernau schließlich widmeten sie sich verrohrter Gewässerabschnitte. „Es wurde Protokoll geführt, die an die Behörden weiter geleitet werden“, erklärte Radloff. Bezüglich der Hochwasserschutzanlagen in Mittelstille und Ebertshausen habe man sich ein direktes Bild gemacht. Weitere Maßnahmen gelte es, mit den Gemeinden abzustimmen. Natürlich soll dabei auch der beauftragte Ingenieur einbezogen werden. Wichtung war die Begehung nicht zuletzt, um direkten Kontakt zu Vertretern von Fachbehörden aufzunehmen und sich auf diese Weise kennenzulernen, so Radloff.