18 robuste Wasserbüffel stehen seit Dezember 2022 als Landschaftspfleger im Naturschutzgebiet „Erlensee-Maiwiesen“ zwischen Bad Salzungen und Ettmarshausen. Sie sorgen dafür, dass die besondere Auenlandschaft mit seltenen Pflanzen und Tieren erhalten bleibt. Kälte, Hitze, Regen – das macht den Tieren eigentlich nichts aus. Und auch vor dem Hochwasser – die drei bis fünf Meter tiefer gelegene Wiese entlang der Werra wird regelmäßig überschwemmt – sind die Tiere auf einem extra angelegten Fluthügel mit Unterstand und Wassertränke sicher. Eigentlich. Denn vor Silvester haben zwei Wasserbüffel im Hochwasser ihr Leben verloren. Wie das passieren konnte? Für Felix Bley von der Salix GmbH – das Unternehmen aus Oberweißbach ist für die Tiere zuständig – ist das Verenden der beiden Tiere nicht richtig erklärbar. Er kann nur vermuten, dass es im Zusammenhang mit dem Deichbruch einer benachbarten Kiesgrube steht. Denn auf der Wiese zwischen Fluthügel und Kiesgruben hätten sich die Tiere auch während des Hochwassers aufgehalten. Der Weg auf den Fluthügel ist kurz. Und diesen haben die Tiere regelmäßig genommen. „Jeden Tag hat der zuständige Wasserbüffelhalter nach den Tieren geschaut“, berichtet Felix Bley. Und auch ausreichend Futter sei auf dem Fluthügel für die Tiere vorhanden gewesen. Warum es die 16 anderen Tiere in die sichere Zone geschafft haben, die zwei aber nicht, kann er nicht beantworten. „Vielleicht war es eine Schrecksekunde, als plötzlich das viele Wasser aus der Kiesgrube auf die Wiese geströmt ist.“