Hochwasser Trotz Schneeschmelze: Pegel nur leicht erhöht

Anfang Februar hatte die Ilm bei Gräfinau-Angstedt deutlich mehr Wasser als jetzt. Foto: Kerstin Remd

Trotz Schneeschmelze und frühlingshafter Temperaturen. die Pegelstände im Ilm-Kreis sind aktuell nur leicht erhöht. Hochwasser droht aktuell nicht.

Ilm-Kreis - Waren Anfang Februar kurzzeitig die Vorwarnstufen an der Ilm und der Gera samt ihren Zuflüssen erreicht worden, so bewegen sich die Pegelstände jetzt im langjährigen Mittel und das trotz der frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage und der damit einhergehenden Schneeschmelze.

Für die Pegel-Messstelle der Ilm in Gräfinau-Angstedt vermeldet die Thüringer Hochwassernachrichtenzentrale am Montag 53 Zentimeter. Das sind zwar zwölf Zentimeter mehr als der Durchschnitt der letzten Jahre, aber von der ersten Vorwarnstufe, die bei 1,10 Meter liegt ist man weit entfernt. Alarmstufe 1 würde bei einem Wasserstand von 1,30 Meter ausgelöst werden.

Ähnlich zeigt sich das Bild an der Wilden und Zahmen Gera. Bei der Zahmen Gera in Geraberg lag der Pegelstand am Montag bei 43 Zentimetern und damit leicht über dem langjährigen Mittel von 34 Zentimetern aber deutlich unter der Vorwarnstufe, die bei 90 Zentimetern liegt.

Die Wilde Gera wies am Pegel in Gehlberg Montag einen Wasserstand von 38 Zentimetern aus. Hier liegt der Durchschnitt bei 25 Zentimetern und die Vorwarnstufe bei 70 Zentimetern.

Auch nach ihrem Zusammenfluss stellt die Gera aktuell keine Gefahr da. 41 Zentimeter vermeldet die Hochwassernachrichtenzentrale für den Pegel in Arnstadt. Elf Zentimeter mehr als das langjährige Mittel, aber auch 24 Zentimeter unter der Vorwarnstufe und 64 Zentimeter unter der Alarmstufe 1.

In der Wipfra bei Eischleben beträgt der Wasserstand mit 49 Zentimetern nur drei Zentimeter mehr als der Durchschnitt. Dieser Fluss hatte schon Anfang des Monats nicht die Vorwarnstufe von 1,02 Metern erreicht.

Die Hochwassernachrichtenzentrale wird vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz betreiben. Sie listet die Wasserstände an 62 Pegeln entlang der Ilm, Saale, Unstrut, Weißen Elster, Pleiße, Werra, Leine und Steinach sowie der jeweiligen Zuflüsse auf. Aktuell sieht sie für Thüringen keine Hochwassergefahr.

 
 

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