Hobby am Wasser Petri-Jünger an der Angel

Karin Schlütter

Angeln an St. Kilians malerischen Teichen ist Anziehungspunkt ganz in Familie. Der Nachwuchs im Landkreis Hildburghausen ist von dem Hobby begeistert.

Die malerischen idyllischen Teiche in Schleusingens kleinem Ortsteil St. Kilian sind an einem strahlend schönen Maitag Anziehungspunkt für den Angler-Nachwuchs. „Zwei Jahre haben wir versucht, diese Veranstaltung hinzukriegen, immer kam Corona dazwischen, jetzt hat es endlich passt‘s und das Wetter passt auch“, berichtet Uwe Ebert. Der Vorsitzende des 1. Erlauer Anglervereins freut sich ebenso wie André Grimm, der Chef des 1. Schleusinger Anglervereins.

Beide Vereine haben diesen Tag gemeinsam vorbereitet, wollten einfach ein bisschen zusammen rücken. Und so tummeln sich zwischen 20 und 30 Mädchen und Jungen an den Teichen, an denen der Flieder blüht und die Beerensträucher gut angesetzt haben. Einige haben das Anglerblut schon „geerbt“, andere werfen zum ersten Mal eine Angelrute aus.

Die erfahrenen Vereinsmitglieder geben Hinweise. Lenny ist 14 und angelt schon seit zwei Jahren. Richtig professionell, mach er das, befestigt die Maiskörner an der Angelrute und fischt fast im Minutentakt die kleinen Fische. „Schuppen- und Spiegelkarpfen“, sagt er während er sorgfältig den Fisch von der Angel nimmt und in den Wasserbehälter setzt.

Später erklärt Eike Gruber, der 2. Vorsitzende vom Schleusinger Verein, dass es ein Hege-Angeln ist, an dem sich die Jugend beteiligt. „In den St. Kilianer Teichen seien zu viele Karpfen, deshalb werden die kleinen geangelt und in Schleusinger Angelgewässer umgesetzt.“

Aber es geht uns auch um die Nachwuchsförderung ergänzt Uwe Ebert. Durch Corona ist vieles auf der Strecke geblieben. „Der 1. Erlauer Anglerverein wollte in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiern. Aber das ist logistisch einfach nicht zu schaffen“, bedauert er.

Auch sein Schleusinger Vereinschef kann ein Lied davon singen. Das traditionelle Fischerfest am Sportplatzteich kann im Juni aus ähnlichen Gründen wahrscheinlich nicht stattfinden, sagt er. Dennoch sehen sich die Aktiven der beiden Anglervereine verpflichtet, alles zu tun, dass das schöne Hobby in der Gemeinschaft weiter betrieben werden kann und sich noch mehr Leute für das Angeln begeistern, so wie Konstantin, Sami und Leon aus Altendambach und Schwarzbach, die mit Feuereifer bei der Sache sind. Noch sind die Jungen nicht 14, aber vielleicht werden sie dann auch aktive Anglerfreunde im Verein sein.

Auch die ganz Kleinen schnuppern an diesem sommerlich warmen Frühlingstag schon mal Angler-Luft: die Zwillinge Anni und Jette vom Robert, die Heiligabend geboren sind oder die kleine Ida, die die Köder aus der Maisbüchse nascht. Bei Bratwurst und Getränken und geht dieser Vormittag in den Anglerfamilien zu Ende. Und Lenny angelt immer noch. „Es macht ihm soviel Spaß“, erzählt seine Mama Antje Fischer und freut sich. „Es ist solch ein schönes Hobby zum Entspannen und Runterkommen.“ kat

 

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