Eine mörderische Hitzewelle überrollt Deutschland. Mit Höchstwerten von 30 bis 38 Grad breitet sich die Hitze am Dienstag (1. Juli) auf fast ganz Deutschland aus.
Bis zu 38 Grad – und es wird noch heißer: Am Dienstag wird vor starker und teils extremer Wärme gewarnt. Auch starke Gewitter sind möglich, bevor am Mittwoch der Höhepunkt folgt.
Eine mörderische Hitzewelle überrollt Deutschland. Mit Höchstwerten von 30 bis 38 Grad breitet sich die Hitze am Dienstag (1. Juli) auf fast ganz Deutschland aus.
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Die aktuelle Hitzewelle hängt indirekt mit dem Phänomen einer sogenannten Hitzekuppel – englisch Heat Dome – zusammen. Im Mittelmeerraum habe sich „in den vergangenen Tagen eine Hitzeblase ausgedehnt“, die „in abgeschwächter Form“ nun auch Mitteleuropa erreiche, erklärt Bauer. Aus dem südwestlichen Mittelmeerraum breiten sich demnach sehr heiße Luftmassen zu uns aus, die dort in einer Hitzekuppel entstanden sind.
Als Hitzekuppel oder Hitzeglocke wird ein Hochdruckgebiet bezeichnet, das heiße Luft wie ein Deckel in einer Region gefangenhält. Der Hochdruck verhindert die Bildung von Wolken, wodurch Sonnenstrahlen ungehindert den Erdboden aufwärmen können. Der Druck lässt zugleich Luftmassen absinken, was die Luft aufwärmt und die Hitze weiter verstärkt.
Für die Menschen in den betroffenen Gebieten kann sich das anfühlen wie in einem Ofen. Eine Hitzekuppel kann eine Region über Tage oder gar Wochen im Griff halten.
Hitzekuppeln hängen mit dem sogenannten Jetstream und dessen wellenförmigem Verlauf zusammen. Der Jetstream ist ein schnell fließendes Windband, das die nördliche Halbkugel in etwa zehn Kilometer Höhe von Westen nach Osten umströmt. Ausschläge des Jetstreams können eine Hitzekuppel zur Folge haben.
Bei 1,5+ Grad globaler Erwärmung tritt der Mix aus Luftfeuchtigkeit und Hitze häufiger auf und die für Menschen noch erträgliche Grenze wird deutlich überschreiten. In Mitteleuropa werden die Sommer heißer, feuchter und schwüler. Die Sonneneinstrahlung wird intensiver und länger – vor allem im Mittelmeerraum, in Nordeuropa, aber auch im Osten Nordamerikas, in weiten Teilen Afrikas sowie in der Arktis.
„Höhere Temperaturen führen zu verstärkter Dürre, weil aufgrund der stärkeren Verdunstung die Böden und Vegetation schneller austrocknen, wenn es nicht viel regnet“, sagt der Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).