Björn Kemmerzehls Familie, die Eltern und die Uroma stehen vor einem Scherbenhaufen. Ihr Haus in Hinternah ist unbewohnbar. Sie sind auf der Suche nach einer Notunterkunft – dabei helfen die Stadt Schleusingen, Hinternaher und „Freies Wort“. 2000 Euro Soforthilfe steuert der Verein Freies Wort hilft bei, damit die Familie das Nötigste organisieren kann. Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen.

„Zeitintensive Materialschlacht“

Was ist passiert? Donnerstag, 15.54 Uhr: Die Feuerwehrleute der Stadt Schleusingen werden nach Hinternah gerufen. Dort steht – von Weitem sichtbar – am Kiliansberg ein Dachstuhl in Brand. „Die Flammen haben sich schnell ausgebreitet“, sagt Einsatzleiter Denis Volkmar. Auch die Wehrleute sind schnell, löschen von der Drehleiter aus den vorderen Teil des Daches. Doch über den Giebel kommen sie nicht. Um die Rückseite kümmern sich insgesamt zwölf Trupps, die unter Atemschutz unter dem Dach im Einsatz sind. „Wir mussten von innen in die Dachhaut hinein. Der Dachaufbau mit Solaranlage hat die Löscharbeiten noch erschwert. Eine zeitintensive Materialschlacht“, erklärt Volkmar. Ein weiteres Problem: Im Umkreis konnte lediglich ein Hydrant zur Wasserentnahme genutzt werden. Eine 400 Meter lange Schlauchleitung von der Nahe musste aufgebaut werden.