Hilfsaktion Weihnachtspäckchen sind unterwegs in die Westukraine

Mit ihrem Adventsmarkt haben Eltern des christlichen Kindergartens Zella-Mehlis nicht nur zu einem Adventssonntag eingeladen, sondern mit einer Weihnachtsaktion auch Gutes getan – unterstützt von „Freies Wort hilft“.

Kleine Aktion mit großer Wirkung: Rund 50 Weihnachtspäckchen gehen von Zella-Mehlis auf die Reise zu bedürftigen Kindern in der Westukraine. Yaroslav Sadovyy und Mariana Shyika haben die Geschenke sowie eine Spende für die Transportkosten von Linda Münzel und Marlen Waap (von links) übernommen. Foto: privat

Rund 50 Päckchen mit einer Weihnachtsüberraschung für bedürftige Kinder haben Zella-Mehlis gen Erfurt verlassen. Von dort werden sie durch Mitglieder des Vereins zur Förderung der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde Thüringens in die Westukraine gebracht und an bedürftige Kinder verteilt. „Unser Verein hat die Kontakte, die Päckchen werden ankommen und die Kinder werden sich sehr freuen“, versprechen Yaroslav Sadovyy und Mariana Shyika, die jetzt die Päckchen in Zella-Mehlis abgeholt haben. Sie haben nicht nur die Päckchen mitgenommen, sondern auch Spenden der Packer über 50 Euro sowie 150 Euro von „Freies Wort hilft“, womit die Transportkosten unterstützt werden. Gepackt wurden die Weihnachtsgeschenke während des Adventsmarktes unter dem Motto „Sonnenschein im Advent – der Spielzeugmarkt“. Diesen hatten Eltern des christlichen Kindergartens Sonnenschein organisiert und dazu in den Freizeittreff eingeladen. Besucher konnten aus einer großen Anzahl an Spielzeug für alle Altersgruppen, die nach dem Prinzip der Babybekleidungsbasare verkauft wurden, auswählen. Da landeten das eine oder Weihnachtsgeschenk sowie Kleinigkeiten für den Nikolausstiefel in der Einkaufstasche oder in einem der Päckchen, die nun in die Ukraine gehen.

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Bei Kaffee und Kuchen, Suppe, Waffeln und Glühwein hatten die Eltern zum Verweilen am ersten Adventssonntag für Gemütlichkeit gesorgt. Das war nicht zuletzt dank Spenden der Bäckerei Scheidig und von Caros Hofladen möglich. Für die Kinder gab es Märchen und Geschichten und sogar der Weihnachtsmann kam zu einem Kurzbesuch vorbei. Die Jungen und Mädchen sagten Gedichte auf und sangen gemeinsam „Schneeflöckchen, Weißröckchen“.

Der Erfurter Verein ist dankbar für die besondere Aktion in der Vorweihnachtszeit. „Sie haben uns bewegt und es ist eine tolle große Sache daraus geworden“, sagt Yaroslav Sadovyy, Pfarrer der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde in Erfurt. Diese ist seit Kriegsbeginn um mehr als das doppelte gewachsen. Kamen vorher rund 50 Menschen zu den Gottesdiensten am Sonntag, so sind es inzwischen mehr als 120. Überhaupt seien die letzten zwei Jahre ganz intensiv gewesen mit den vielen großen Hilfsaktionen, die auch jetzt noch alle zwei Monate stattfinden. „Das hat uns viel Kraft gegeben zu wissen, dass wir nicht alleine sind“, sagen Yaroslav Sadovyy und Mariana Shyika. So sind inzwischen auch Kontakte und Verbindungen gewachsen, die den Päckchentransport pünktlich zum Fest ermöglichen. „Es gibt einen Fahrer, der alles abholen wird und vor Ort eine Ukrainerin, mit der wir schon oft Hilfsmittel verteilt haben. Sie hat Kontakte zu Einrichtungen wie Waisenhäusern und zu Familien, die in Armut leben und Väter im Krieg verloren haben.“

Am Wochenende kamen zu den Päckchen aus Zella-Mehlis weitere aus Meiningen, Erfurt und Solingen hinzu. Mit über 100 Geschenken rechnen die Erfurter Ehrenamtler.