Hildburghausen - Nach wochenlangen Aufmärschen der sogenannten Sügida-Bewegung in Suhl und den nach anschließender "Umfirmierung" zu Thügida initiierten Demonstrationen in anderen Teilen Thüringens kehrt die von Rechtsextremen gesteuerte und mit menschenverachtenden Parolen ideologisch unterwanderte Protestbewegung nun nach Südthüringen zurück. Der Austragungsort Hildburghausen, der Sonntagstermin und Neonazi Tommy Frenck als Anmelder des wieder als Sügida auftretenden rechtsextremen Spektakels sind indes keine Überraschungen. Findet in der Kreisstadt doch das von der Linken schon traditionell veranstaltete Europa- und Marktfest statt. Schließlich nehmen das rechtsextreme Bündnis Zukunft Hildburghausen, für das Frenck im Kreistag sitzt, und andere rechten Gruppierungen Thüringens die Veranstaltung der Linken Anfang Mai nicht zum ersten Mal zum Anlass einer "Gegenveranstaltung". Bislang blieben diese Demos des rechtsextremen Spektrums mit etwa 50 Akteuren in überschaubarem Rahmen. Zusammenstöße hat es - wohl auch dank starker Polizeipräsenz - bislang nicht gegeben. Die Hildburghäuser nahmen kaum Notiz von dem Spektakel.
Hildburghausen Zwischen Provokation und Versammlungsrecht
Von Georg Vater und Regina Haubold 28.04.2015 - 00:00 Uhr