Streufdorf - Das Thema beschäftigt die Gemeinderäte, aber auch die Streufdorfer Einwohner seit geraumer Zeit. "Wir lehnen die Unterbringung von Asylanten in Streufdorf nicht ab", unterstreicht Bürgermeister Johann Kaiser am Dienstag wieder und wieder. Die Streufdorfer wollen eine dezentrale Lösung - haben sich schon viele Gedanken gemacht und dem Landrat Vorschläge unterbreitet. Beispielsweise das ehemalige Möbelhaus könnte umgebaut werden. 40 Asylbewerbern hätte man dort ein Obdach geben können. "Angeschaut worden ist es - und dabei wurde festgestellt, es entspricht nicht den gesetzlichen Bedingungen", sagt Kaiser. Das bestätigt Landrat Thomas Müller auf Nachfrage von Freies Wort . "Dort hätte baulich so viel verändert werden müssen - es wäre nicht bezahlbar gewesen", sagt er. Ein Bauernhaus für zwei Familien habe Kaiser ebenfalls angeboten. Doch hier sei ihm mitgeteilt worden, es sei zu klein. Und so suchten sie weiter und fanden fünf leer stehende Wohnungen in einem der 24-WE-Blocks. "Ich habe mit den Eigentümern geredet. Sie wollten die Wohnungen allerdings nur unter der Maßgabe vermieten, dass alle Asylbewerber, die dort untergebracht werden, einer Nationalität angehören." Doch auch dieser Vorschlag wurde abgelehnt. "Darauf können wir nicht eingehen. Wir haben keinen Einfluss darauf, wer kommt. Wenn Asylbewerber im Landkreis eintreffen, müssen wir sie unterbringen," so die Argumente des Landrats.