Hildburghausen Umweltalarm: Dieselgeruch schwebt über der Erle

Schleusingen - Alarm für die Feuerwehr: Starker Dieselgeruch schwebte am Samstagabend über der Erle im Landkreis Hildburghausen. Öl war in das Gewässer gelaufen.

Schleusingen - Am Samstag kurz nach 18 Uhr schlug die Leitstelle Alarm: Kameraden der Schleusinger Feuerwehr wurden an die Erle zwischen St. Kilian und Schleusingen gerufen. "Auf einer Länge von etwa 50 Metern war ein Öl-Schleier auf dem Wasser zu erkennen", schildert Einsatzleiter Sascha Ammon das Bild, was sich ihm vor Ort bot. Einem Anwohner sei Dieselgeruch in die Nase gestiegen - und er hatte nachgeschaut, woher dieser kommt. So entdeckte er die Bescherung und alarmierte umgehend die Feuerwehr.

Vor Ort entschied der Einsatzleiter, eine provisorische Ölsperre zu legen. Genau das taten die Schleusinger Wehrleute. Sascha Ammon rief auch die Kollegen aus Themar zu Hilfe - und die kamen mit dem Gerätewagen Gefahrgut, der zum Gefahrgutzug des Landkreises gehört. "Sie haben ganz andere Möglichkeiten als wir", erklärt der Feuerwehrmann. Sie legten eine weitere, eine aktive Ölsperre, bei der das Öl sozusagen peu a peu aus dem Wasser gefischt wird.

"Zum Glück ist es in einem ruhigen Bereich passiert. Wir haben in Fließrichtung Stadt, aber auch in Richtung St. Kilian kontrolliert, ob an irgendeiner Stelle etwas in den Fluss läuft, doch nichts gefunden", sagt Ammon. Etwas zu finden - das ist nun Aufgabe der Kriminalpolizei. Beamte aus Suhl waren am Samstagabend ebenfalls am Ort des Geschehens - und in deren Auftrag entnahmen die Kameraden der Feuerwehr Wasserproben. Nun wird ermittelt.

Bis 21.15 Uhr waren die Schleusinger Feuerwehrleute unterwegs. Noch sind die Ölsperren nicht abgebaut; vielmehr werden sie noch ein paar Tage im Wasser bleiben müssen. "Wir werden regelmäßig kontrollieren", sagt Sascha Ammon. Insgesamt waren am Samstagabend 25 Feuerwehrleute und sechs Fahrzeuge der Wehren Schleusingen und Themar im Einsatz an der Erle. ks

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