Steffen Harzer, Fraktionschef der Linken im Hildburghäuser Stadtrat, befürchtet nun eine dauerhafte Schließung des Schwimmbads. Außerdem empfindet er die Mehrheit der Stadträte, die die Beantragung der Fördermittel ablehnten, als destruktiv: "Missachtet wird damit nicht nur, dass sich bei einer Umfrage zwei Drittel der Abstimmenden für die vom Bürgermeister vorgeschlagene Sanierung der 50 Meter- Bahn entschieden und auch der Kreissportbund für diese Variante warb", schreibt Harzer in einer Mitteilung, "offenbar fruchteten auch die Verständigungsversuche des Bürgermeisters gegenüber den Fraktionen in den letzten zwei Monaten nicht. Zwar akzeptierte eine Mehrheit im Bauausschuss, das eine 80-prozentige Förderung nur in diesem Jahr beantragt werden kann und dieses Sonderprogramm auch nur für Sportbecken greift. Akzeptiert wurde im Bauausschuss deshalb auch die Bildung einer Arbeitsgruppe, welche nach der kostengünstigen Sanierung des Schwimmbeckens einen zweiten Bauabschnitt für die Gestaltung des Nichtschwimmerbereichs und von Spaßanlagen erarbeiten sollte. Diese in der Politik übliche und gerade in der Kommunalpolitik klassisch zu nennende Suche des Bürgermeisters nach parteiübergreifenden Kompromissen fegte jedoch der Stadtrat vom Tisch. Während der Hauptteil der für die Badsanierung vorgesehenen Eigenmittel nun in die Rücklage fließt, blieb ein Alternativvorschlag für die seit Jahren dringend notwendige Sanierung des Freibads seitens der destruktiven Mehrheit aus."