Heldburg - Der 21. Juni wird in die Geschichte der Luftfahrt eingehen. Denn nach dem packenden Fußballkrimi, hoben drei Ballone vom Startplatz in Heldburg ab, um so weit wie möglich zu fahren. Ahs und Ohs der Zuschauer, die Nationalhymnen der Schweiz und Deutschlands und am Ende ein großes Feuerwerk begleiteten die Sportler auf ihren ersten Kilometern durch die Nacht. Wenn ihre Brenner Feuer spuckten, leuchteten die Hüllen wie fliegende Untertassen am Sternenhimmel. Die Ballone fuhren bis zum Sonnenaufgang.

"Es ist welthistorisch, was die vielen, vielen Zuschauer in der Nacht erleben durften", sagt auch Veranstaltungsleiter Harold Gaudlitz. 350 Kilometer hat der Sieger zurückgelegt, ist in der Nähe von Wien gelandet. Nach fünf Stunden Fahrt wurde die Distanz der Ballone zum Startplatz gemessen - und nur ein Wimpernschlag - vier Kilometer - trennte den Ballon des Schweizers Hilmar Lorenz von dem von Frank Wilbert. Bernd Pulzer aus Thüringen, der dritte im Bunde, war mit schwächerer Technik unterwegs - fuhr aber dennoch grandiose 254 Kilometer bis zur Landung in Tschechien. "Toll", kommentiert Harold Gaudlitz.