Einerseits war die Müllsammelaktion des Hildburghäuser Ortsvereins des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) und der Stadtverwaltung am Sonntag ein voller Erfolg – andererseits auch ein deutlicher Beleg dessen, was alles im Stadtgebiet und in die Natur weggeworfen wird, anstatt es ordnungsgemäß zu entsorgen. „Mit so viel Müll hätte ich nicht gerechnet“, bekannte Esther Dölle, die Vorsitzende des hiesigen Ortsvereins. „Uns sind deshalb sogar die Müllsäcke ausgegangen und es gibt noch mehr zu tun.“ Obwohl Hildburghausen im Vergleich zu Großstädten „sauber ist“, sei beim genauen Hinsehen eben „viel Unrat zu finden“ – etwa in der Bahnhofstraße, „seit jeher die Müllhalde schlechthin“, oder an der Wiedersbacher Straße, im Volksmund Docke genannt, wo Autofahrer offensichtlich allzu gerne ihren Müll nach Besuch eines bekannten Fastfood-Restaurants per Wurf aus dem Autofenster entsorgen. Unterwegs waren die Frühjahrsputzer aber unter anderem auch Richtung Leimrieth, am Radweg nach Ebenhards, am Römersbach, in der Siedlung, am Friedhof und an der Schwimmhalle. In Neuendambach suchten die Mitglieder des Heimatvereins entlang der Straße alles ab und legten anschließend mit Schaufel und Rechen zur Verschönerung des Ortes Hand an.