Von bedauerlich bis egal reicht das Stimmungsbild, das die Kunden am vorletzten Tag der Lidl-Filiale in Hildburghausen abgeben. Das große Einzelhandelsunternehmen schließt seinen Standort in Hildburghausen nach 32 Jahren. Kerstin Petermann und Monika Hartmann sind darüber traurig, besonders geschätzt haben sie das frische Obst und Gemüse. „Außerdem lag der Blumenladen zentral für den Friedhof und mit dem Bäcker zusammen war ja alles da.“ Die Hildburghäuserinnen sind aktuell noch unschlüssig, in welchem anderen Laden sie in Zukunft einkaufen werden. Der Lidl befand sich für sie immer in Laufdistanz und auch die Mitarbeiter kannten sie gut. „Die Schließung reißt ja jetzt das ganze Kollektiv auseinander“, beklagt Monika Hartmann. Verwundert sind die beiden Kundinnen vor allem darüber, dass es in der Stadt weiterhin zwei Netto-Märkte, jetzt aber den Lidl nicht mehr gibt. Diese Aussage teilt Petra Schmidt: „Ein Netto kann ganz klar weg.“ Sie ist erklärte Netto-Gegnerin. „Schmuddel-Laden“ nennt sie den Discounter auf der anderen Straßenseite. Für sie geht es zukünftig höchstwahrscheinlich in den Rewe – nur nicht in den Netto, darauf besteht sie.
Hildburghausen Lidl-Aus: Kunden mit gemischten Gefühlen
Ryan Börner und Maximilian Junker 30.07.2024 - 17:29 Uhr