Hildburghausen Kurz und drastisch: "Tipp, tipp, tot"

Eines der Angebote. mit Rauschbrille über einen Parcours wandern. Foto: Polizei

Parallel zum Altstadtfest in Hildburghausen lädt die Landesverkehrswacht am Samstag, 27. Juli, direkt neben dem Markplatz zum Verkehrssicherheitstag ein. Und das aus gutem Grund.

Hildburghausen - "Tipp, tipp, tot" - diese Botschaft steht auf drastischen Plakaten einer Kampagne des Bundesverkehrsministeriums. Sie sollen kurz und knapp aussagen: Am Steuer eines Fahrzeugs nur kurz eine SMS auf dem Handy getippt oder gelesen und schon ist es passiert. Für die Insassen endet so etwas oft tödlich oder mit schwersten Verletzungen, das Auto ist meist Totalschaden. Wer auf der A73 von Schleusingen nach Suhl fährt, der sieht vor dem Parkplatz Adlersberg ein großes Schild, das vor solchen Ablenkungen und deren Folgen warnt.

"Alkohol, Drogen und Handynutzung am Steuer sind in ganz vielen Fällen Unfallauslöser", sagt Andreas Schmidt, Kontaktbereichsbeamter in Schleusingen und Chef der Kreisverkehrswacht in Hildburghausen.

Deshalb habe man ganz bewusst den Verkehrssicherheitstag unter dem Motto "Sicher unterwegs in Thüringen" direkt zum und neben dem Altstadtfest platziert. "Wir erwarten uns dadurch viel Laufkundschaft auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz", sagt Schmidt, "um möglichst viele Menschen mit der Thema Verkehrssicherheit zu konfrontieren und dafür zu sensibilisieren.

Und genau dafür gibt es reichlich Angebote. An Pkw-, Motorrad- und Bremssimulatoren kann jeder Interessierte zwischen 9 bis 17 Uhr seine Reaktionszeit und sein Verhalten testen. Moderatoren animieren dazu, sich vom Handy ablenken zu lassen und selbst zu erleben, was dabei passieren könnte. Mit unterschiedlichen Rauschbrillen vor den Augen kann jedermann über einen Parcours wandern und spüren, wie es ist, wenn man noch Restalkohol oder‘
1,1 beziehungsweise 1,6 Promille intus hat und wie sich das aufs Sehvermögen und auf die Wahrnehmung auswirkt.

Darüber hinaus werden ein Motorradhelm-Test sowie Sicherheitskleidung präsentiert. Gerade jetzt im Hochsommer sehe er viele Motorrad fahrer, die zwar mit Helm, aber oft nur in kurzen Hosen und im T-Shirt unterwegs seien. Das könne bei Stürzen erhebliche und böse Verletzungen mit sich bringen. Dazu gibt es natürlich Infostände und Rollerstände für Kinder. Insgesamt sind sieben ehrenamtliche Helfer der Kreisverkehrswachten Hildburghausen, Ilmenau und der Stadt Erfurt im Einsatz. Veranstaltet wird der Verkehrssicherheitstag von der Landesverkehrswacht Thüringen und vom Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft.

Andreas Schmidt hofft, dass es nicht zu heiß wird am Wochenende. Damit viele vorbeischauen und das Angebot am Verkehrssicherheitstag nutzen. Ziel ist es, die Verkehrsteilnehmer zu animieren, selbst auf vermeidbare Fehler im Straßenverkehr zu achten. Denn: "Jeder Verletzte und jeder Verkehrstote ist einer zu viel, sagt Andreas Schmidt.

 

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