Neben Kaffee und einem kühlen Bierchen gibt es hier Adöpfelsalat, Gehacksweck, Broatwurscht, Aakuchen oder Owerschicha Ruhm. Nach telefonischer Vereinbarung kommen Schulklassen hierher oder ohne Voranmeldung auch Wanderer. Aus der alten Schmiede, die Gerlindes Vater Rudi in fünfter Generation betrieben hatte und die damit als solche ihr Ende fand, machten die Laus ein Mekka für alle, die altes Handwerk und dörfliche Kultur lieben und bewahren wollen. Das Schmiedemuseum - anlässlich der 850-Jahrfeier von Hirschendorf eröffnet - ist aber nur ein Mosaikstein des kleinen Museums. Zum Tag des offenen Denkmals 2016 eröffneten die Laus im Obergeschoss eine Heimatstube und einen Raum zur dörflichen Geschichte. Lau selbst war Ortschronist, sammelt und forscht, hat den Bildern über die alten Zeugnisse von Handwerk und Kultur das Laufen gelernt. Es gibt Lehrfilme über das Schmieden, über die Herstellung eines Nagels und darüber, wie ein Reifen auf ein Holzrad gezogen wurde. Und einen Originalfilm über den letzten Schmied Rudi Voigt beim Beschlagen eines Pferdes hier auf dem Hof. In den inzwischen zwei Gästebüchern steht Lob über das Museum, aber noch mehr über die beiden Akteure Gerlinde und Hans-Jürgen.