Hildburghausen - Das Thema hat erst in dieser Woche wieder traurige Aktualität bekommen: Ein dreijähriges Mädchen wurde in Oldisleben von vier Kampfhunden zu Tode gebissen - wie also in Zukunft umgehen mit diesen gefährlichen Tieren? Thüringens Innenminister Peter Huber kündigte an, dass Kampfhunde im Freistaat künftig weder gezüchtet noch gehandelt werden dürfen. Auch der Hildburghäuser Stadtrat beschäftigte sich bei seiner Sitzung am Mittwochabend mit der Problematik und beschloss bei einer Enthaltung die Änderung der Satzung zur Erhebung der Hundesteuer. Kern der Änderung ist eine erweiterte Liste all jener Hunde, die gemeinhin als gefährlich gelten - und für die deshalb der erhöhte Hundesteuersatz von 500 Euro im Jahr gilt. Nur für Halter, die für Tiere der betroffenen Rassen einen entsprechenden Sachkundenachweis und einen positiven Wesenstest (nicht älter als zwei Jahre) vorlegen können, kann diese Steuer auf Antrag halbiert werden. Der normale Hundesteuersatz liegt in Hildburghausen bei 60 Euro.