Hildburghausen Jeder Kilometer zählt – für die Kinder der Region

Der Spendenlauf „Hibu läuft“ geht am Samstag in seine vierte Auflage. Von Hildburghäuser Stadion aus kann jeder Kilometer für den guten Zweck beitragen.

Es geht um jeden Kilometer: Ulrich Hofmann und Anna Hoffmann vom KSB machen’s vor. Foto: KSB

Am Samstag ist wieder soweit: der FSV 06 Eintracht Hildburghausen und der Kreissportbund (KSB) laden zum Spendenlauf unter dem Motto „Hibu läuft“ ein. In der vierten Auflage geht es hierbei wieder für den guten Zweck auf die Laufstrecke. Es zählt jeder gelaufene Kilometer – je mehr, desto größer ist die Spendensumme, die für Kinder in der Region zusammenkommt.

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Beginnend um 10 Uhr, kann bis 13 Uhr gelaufen werden; Start und Ziel sind im Werner-Bergmann-Stadion Hildburghausen, Oberes Kleinodsfeld. Es gibt die Strecken über einen, drei und fünf Kilometer. Die Strecken können selbstständig nach Registrierung im Stadion absolviert werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Kinder gibt es eine Button-Medaille und eine Urkunde als kleine Belohnung. Unter allen Startern werden auch noch zusätzlich Preise ausgelost. Auch für Speisen und Getränke ist gesorgt – auch hier sind die Einnahmen für den guten Zweck, teilt Ulrich Hofmann vom Kreissportbund mit.

Passend zum Anlass stellt der KSB eine Laufmethode vor, die es vielleicht ein wenig einfacher macht, am Spendenlauf teilzunehmen: Schon mal was vom Fahrtspiel gehört? Es ist eine sehr flexible und abwechslungsreiche Art des Laufens und kommt vom Schwedischen „Fartlek“. Die Ansätze dazu kommen von dem Trainer Gösse Holmers. Dieser wollte 1930 gerne etwas Neues ausprobieren und gab seinen Läufern vor, ihr Training mit mehr Freiheiten selber zu gestalten. Der Unterschied zum Intervalltraining ist, dass man dort genau vorgegebene Zeiten zum Laufen und für die Pausen hat. Beim Fahrtspiel werden Distanzen und Tempo spontan nach Gelände und Wohlbefinden angepasst. Wichtig ist hier nicht das Laufen selber, sondern das Spiel dabei. Man läuft mal schnell, mal langsam – wie man eben Lust hat. Am besten geht das Spiel im Wald auf weicherem Boden, also nicht auf der Straße.

Zuerst wählt man also eine geeignete Strecke aus. Am Samstag gibt es eine tolle Fünfkilometerstrecke dazu. Dann: 15 Minuten Erwärmung. Wichtig ist, dass der Läufer hin und wieder Sprints zwischen 50 und 100 Metern einbaut. Dann wird wieder langsamer gelaufen, um ein richtiges Verhältnis zwischen Belastung und Erholung zu schaffen. Man passt das Spiel den Gegebenheiten an. Das heißt, man kann im Wald versuchen, an Äste von Bäumen zu springen, auf einer nassen Wiese im Hopserlauf weiter zu machen oder bergauf schnell zu rennen. Eine Trainingseinheit dauert rund 90 Minuten, wobei der Hauptteil 60 Minuten betragen sollte.

Wenn man das drei Mal in der Woche schafft, wäre das super! Und weil diese Laufart kein festes Ziel setzt, kann man auch nicht scheitern – Erfolg ist somit garantiert. Durch das Austesten der eigenen Grenzen lernt man den eigenen Körper besser kennen.

Wer Lust hat, kann das Fahrtspiel am Samstag bei „Hibu läuft“ ausprobieren. Hier zählt jeder Kilometer – ob laufend, mit Kinderwagen spazierend oder als Gruppe walkend. Egal wie, egal wie alt. Und das Fahrtspiel sorgt für viel zusätzlichem Spaß im Gelände.