Hildburghausen - Im vergangenen Jahr waren es stolze 181 Tonnen an Haushaltsgegenständen, die abgeholt, wieder aufpoliert und an Bedürftige verkauft wurden. Das sind 90 Schrankwände, 104 Betten, 87 Kleiderschränke, 92 Küchen, 205 Couchgarnituren und 38 Fahrräder. Dazu kommen Haushaltsgroßgeräte: 35 Elektroherde, 24 Waschmaschinen, zehn Wäschetrockner, acht Geschirrspüler und 43 Kühlgeräte. Die Nachfrage ist weiter auf hohen Niveau, eher noch gestiegen, wie die Spendenbereitschaft auch, erzählt Danilo Hedwig, Betriebsleiter der Hildburghausener Dienste. Bei Elektrogeräten würde man den Bedarf aber bei weitem nicht decken können. Circa 25 Prozent der gespendeten Haushaltsgroßgeräte müssten auch aussortiert werden, weil zum einen die Reparatur unrentabel sei, zum anderen dem Empfänger mit alten Stromfressern auch kein Gefallen getan wäre. Eines steht fest, resümiert Hedwig: Mit diesen Mengen an wiederverwerteten Gegenständen würden der Gesamtsperrmüllmenge des Landkreises Hildburghausen zehn Prozent entzogen und damit ein wertvoller Dienst für die Umwelt geleistet. "Wir profitieren von der Wohlstandsgesellschaft, wo vieles weggeworfen wird, was durchaus noch funktionsfähig und gut ist."
Hildburghausen Im doppelten Sinne ein Dienst für die Gesellschaft
Gabi Bertram 24.01.2019 - 17:50 Uhr